Ein Cirrus SR22 in der Luft: Motorhersteller Continental erklärt die Probleme.

SR22 und SR22TTriebwerksbauer erklärt Probleme gegroundeter Cirrus-Flugzeuge

Cirrus ließ aufgrund von Triebwerksproblemen einige SR22 und SR22T vorsorglich am Boden. Grund sind Probleme mit den Motoren des Herstellers Continental. Dieser erklärt nun den Fehler.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Betreiber der Cirrus SR22 und SR22T könnte die Nachricht, dass der Hersteller seine eigenen Modelle zu Boden beordert hat, verunsichert haben. Zwar betonte Cirrus, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele, aber dennoch. Ein komisches Gefühl bleibt.

Cirrus veranlasste das Grounding der eigenen Maschinen, weil der Motorenhersteller Continental Aerospace Technologies den Flugzeugbauer über ein Motorproblem informiert hatte. Betroffen sind Maschinen, die vom 1. Juni 2021 bis zum 7. Februar 2023 hergestellt wurden. Cirrus äußerte sich nicht zu den speziellen Gründen, sondern verwies auf den Motorenhersteller.

Continental gibt Service Bulletin heraus

Nun hat der Hersteller Continental reagiert und eine Erklärung sowie ein sogenanntes Service Bulletin herausgegeben. In der Erklärung an die Betreiber heißt es, dass Continental ein potenzielles Sicherheitsproblem bei Flugzeugen festgestellt habe, die mit Triebwerken der Serien Continental 360, 470, 520 und 550 ausgestattet sind.

Bei einigen Motoren, die in der Cirrus SR22-Reihe verbaut sind, sei ein Montagefehler nicht auszuschließen. Kurbelwellenausgleichsgewichte könnten falsch montiert worden sein. Es sei nicht auszuschließen, dass sich während des Betriebs die Gewichte von der Kurbelwelle lösen könnten, was zu schweren Motorschäden führen würde, heißt es in dem Bulletin. Betroffen sind etwa 2000 Kurbelwellen, die aber nicht alle bereits verbaut wurden.

Flugzeuge mit über 200 Flugstunden nicht betroffen

Der Hersteller empfiehlt, präventiv eine Inspektion durchzuführen. Betroffen sind allerdings nur Triebwerke, die weniger als 200 Betriebsstunden gelaufen sind, wobei fünf zusätzliche Flugstunden in Ordnung seien, um das Flugzeug zu einem passenden Wartungsbetrieb zu bringen, heißt es. Motoren, die mehr als 200 Betriebsstunden gelaufen sind, sind explizit nicht betroffen.

Glück im Unglück heißt es für die betroffenen Betreiber, denn die Kosten für die Inspektion sind von der Garantie abgedeckt. Das Service Bulletin beinhaltet alle betroffen Seriennummern und Anweisungen zur Fehlerbehebung. Das Dokument finden Sie hier.

Mehr zum Thema

Cirrus SF50 Vision Jets: Dürfen aktuell nicht mehr fliegen.

Cirrus Vision Jets müssen am Boden bleiben

Cirrus Vision Jet: Die zweite Generation ist da.

Cirrus pimpt den Vision Jet

Home-Safe-Knopf in einer TBM 940 von Daher: Sichere Landung bei Problemen auf Basis des Autonomi-Systems.

Ein Knopf im Cockpit, der Leben retten kann

TSA-Kontrollen (hier in Denver): Fallen sie an kleineren US-Airports bald weg?

Warteschlagen an Flughäfen in den USA werden länger und länger - und bald starten die Frühlingsferien

Video

la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack