Eine technische Störung bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide hat am Dienstagnachmittag (20. Oktober) den Flugverkehr erheblich eingeschränkt. Betroffen ist ein System, das für die Fluglotsen das Radarbild zur Überwachung des Luftverkehrs erzeugt. An den Flughäfen Zürich und Genf wurden Starts und Landungen kurzzeitig eingestellt, in Zürich waren ab 14.15 Uhr fast eine Stunde lang keine Starts möglich. Inzwischen läuft der Betrieb wieder. Die Kapazität im Schweizer Luftraum bleibt jedoch vorsorglich um 50 Prozent reduziert, Passagiere müssen mit Verspätungen rechnen.
Skyguide hat einen Krisenstab einberufen. Hinweise auf einen Cyberangriff liegen laut der Flugsicherung nicht vor. Wann wieder die volle Kapazität erreicht wird, ist offen. Der Flughafen Genf wurde nach eigenen Angaben um 14.30 Uhr über die Störung informiert. Ab 14.50 Uhr sei die Kapazität bis auf Weiteres wieder auf 50 Prozent angehoben worden, sagte ein Sprecher der Zeitung 24 heures. Der Flughafen Zürich teilte laut dm TV-Sender SRF mit, weitere Auswirkungen auf den Flugbetrieb ließen sich derzeit noch nicht abschätzen.
Fünfte größere Panne in diesem Jahr
Um 17:45 Uhr teile Skyguide mit, die Störung sei behoben. Die Kapazität im Schweizer Luftraum auf 80 Prozent erhöht worden. «Um sicherzustellen, dass die Systeme zuverlässig laufen, behält Skyguide eine Einschränkung von 20 Prozent bei, während einer Stabilisierungsphase von 24 Stunden. Dabei handelt es sich um ein übliches Sicherheitsverfahren», so das Unternehmen.