Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

SkyguideErneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

Erneut musste Skyguide den Flugverkehr einschränken. Nach einer technischen Störung fiel am Sonntagmorgen das Radarsystem aus. Die Flugsicherung sperrte daraufhin vorsorglich große Teile des Schweizer Luftraums. Dabei gibt es einen Zusammenhang mit den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz.

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Es ist bereits eine Serie in diesem Jahr. Am 22. April sorgte eine technische Störung im Kontrollzentrum in Dübendorf dafür, dass Skyguide die Kapazität am Flughafen Zürich stark reduzieren musste. Am 27. Mai hatte dann ein Softwareproblem bei der Schweizer Flugsicherung zur Folge, dass die Kapazität am Flughafen Zürich erneut verkleinert werden musste. Und nun kam es erneut zu einer Beeinträchtigung.

Aufgrund einer technischen Störung hat Skyguide am Sonntagmorgen (21. Juni) vorsichtshalber den Schweizer Luftraum östlich von Bern geschlossen, wie sie mitteilt. Das ist ein großer Teil des Landes. Grund ist erneut eine technische Störung. Wie die Zeitung Tages-Anzeiger berichtet, war es zu einem Totalausfall des Radars gekommen.

Später wieder teilweise Öffnung des Luftraums durch Skyguide

«Skyguide hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls ihren Krisenstab einberufen. Spezialistinnen und Spezialisten arbeiten mit Hochdruck daran, die Situation zu analysieren und die technische Störung schnellstmöglich zu beheben, um einen sicheren und stabilen Betrieb wiederherzustellen», so die Flugsicherung um kurz nach 7 Uhr. In einem Update um kurz vor 8 Uhr hieß es, die Kapazität im Ostschweizer Luftraum sei noch auf rund 40 Prozent reduziert.

Um kurz nach 11 Uhr teile Skyguide dann mit, der Betrieb am Flughafen Zürich habe sich normalisiert. Man arbeitet bei Überflügen weiterhin mit leicht reduzierter Kapazität, die Systeme würden aber stabil laufen, die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet gewesen.

Grund: Einspeisung zur Sperrzone über dem Bürgenstock

Auch zum Problem äußerte Skyguide sich nun genauer: «Betroffen war das Radarbild im Kontrollzentrum in Dübendorf und im Tower Zürich», schreibt die Flugsicherung. «Ausgelöst wurde die Störung durch die Einspeisung der Visualisierung der Sperrzone über dem Bürgenstock.» Dieses kurzfristig eingespielt worden, weil die Entscheidung, dass die dortige Konferenz stattfinden würde, erst am Samstag, 20. Juni, festgestanden habe.

«Als Vorsichtsmaßnahme hat Skyguide am frühen Morgen ein 'Clear the Sky'-Verfahren initiiert», heißt es. «Davon ausgenommen waren die Maschinen, die sich bereits im Anflug auf den Flughafen Zürich befanden.» Auch alle Delegationen für die Friedenskonferenz hätten wie geplant landen können. Die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet gewesen.

Kapazitätsreduktion im Überflug bis Montagmorgen

Vorsorglich behält Skyguide im Überflug eine leichte Kapazitätsreduktion bei bis Montag, 22. Juni, 08:00 Uhr bei. «Weil Skyguide zusätzliche Luftraumsektoren öffnet, wird die technische Einschränkung im Betrieb kaum spürbar sein», kündigt sie an. Der Flughafen Zürich sei von dieser Reduktion nicht betroffen. «Trotzdem dürfte der kurze Systemausfall im Flugverkehr in Zürich weiterhin spürbar sein.» Skyguide entschuldigt sich allen Betroffenen.

Auf dem Berg Bürgenstock finden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran statt. Die iranische Delegation landete laut Tages-Anzeiger am Samstagabend mit einem Airbus A320 von Meraj Airlines in Zürich, der amerikanische Vize-Präsident JD Vance kam am frühen Sonntagmorgen mit einer Gulfsteam C-37B auf dem Militärflugplatz Emmen an.

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