Dreamliner von Thai Airways: Derzeit kämpfen die Flieger mit Problemen.

TriebwerksproblemeThai Airways muss Dreamliner grounden

Vier Dreamliner der thailändischen Airline stehen wegen nötiger Reparaturen ohne Triebwerke in Bangkok herum. Thai Airways verlangt von Rolls Royce eine Entschädigung.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eigentlich sind die Dreamliner inzwischen zu alt für Kinderkrankheiten. Doch so ganz einwandfrei läuft es immer noch nicht. Aktuell kämpft Betreiber Thai Airways International mit Problemen bei den Boeing 787. Die Fluggesellschaft musste vor einigen Wochen laut Informationen der Bangkok Post ihre komplette Flotte von Dreamlinern grounden.

Inzwischen stehen noch vier der sechs Flieger am Flughafen Bangkok Suvarnabhumi und dürfen nicht abheben. Auf betroffenen Strecken setzt Thai andere Flieger ein. Laut Firmenpräsidentin Usanee Sangsingkeo sollte die Situation sich ab September normalisieren. Der Grund für das Grounding: Es gibt Probleme mit den Triebwerken des Typs Rolls Royce Trent 1000.

Thai fordert Kompensationszahlungen

Das Problem: Es gibt ein Risiko von Korrosion an den Turbinenblättern, das zu schnelleren Ermüdungserscheinungen und in der Folge zu Rissen führen kann. Da sich das auf die Flugsicherheit auswirke, habe man vier Dreamliner vorübergehend aus dem Verkehr ziehen müssen, so Sangsingkeo. Man habe die Triebwerke entfernt und zu Rolls Royces Wartungswerk in Singapur geschickt.

Weil die Ausfälle Thai Airways finanziell belasten, habe man vom Triebwerkshersteller Kompensationszahlungen verlangt und befinde sich in entsprechenden Gesprächen, so die Thai-Präsidentin. «Die derzeitigen Probleme, die wir in Thais Flotte verursachen, tun uns sehr leid und wir arbeiten daran, das Problem so schnell wie möglich zu lösen», heißt es von Rolls Royce zum Fachmagazin Flightglobal.

213 Dreamliner betroffen

Die Probleme mit den Triebwerken begannen Anfang letzten Jahres. Entdeckt worden waren sie, als Ingenieure von ANA All Nippon Airways und Boeing einen Zwischenfall untersuchten, der sich im Februar ereignet hatte. Ein Dreamliner hatte nicht lange nach dem Start in Kuala Lumpur an den Ausgangsort zurückkehren müssen, nachdem eines der Triebwerke überhitzte. Die Piloten mussten es ausschalten und eine Notlandung beantragen. Dann stellte sich heraus, dass die Turbinenblätter im hinteren Teil der Triebwerke Ermüdungserscheinungen aufwiesen und zu brechen drohten. Das beeinträchtigte die Lebensdauer der Trent-Triebwerke.

Von Rolls Royce hieß es schon damals, das Ganze sei ein Problem, aber eines, das man in den Griff bekomme. Andere Airlines, deren Dreamliner ebenfalls mit den Trent-1000-Triebwerken ausgestattet sind, wurden informiert. Dazu gehören neben Thai unter anderem British Airways, Singapore Airlines‘ Billigtochter Scoot, Air New Zealand, Air China und Latam. Weltweit fliegen derzeit 213 Dreamliner mit den betroffenen Triebwerken. Der Austausch aller Teile könnte bis zu drei Jahre dauern.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

ticker-boeing-1

Boeing liefert im August 51 Flugzeuge aus

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier