Boeing 777 von TAAG Angola Airlines: Muss sie verkauft werden?

Angola fehlt das GeldTAAG darf sich doch keine Dreamliner kaufen

Eigentlich wollte die angolanische Nationalairline sich neue Flugzeuge bei Boeing anschaffen. Den Kauf von Dreamlinern verbietet die Regierung nun - den Staatsfinanzen zuliebe.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es war offenbar einfach zu schön, um wahr zu sein. Im vergangenen Oktober hatte TAAG-Chef Rui Carreira noch erklärt, man werde sich Boeing 787-Dreamliner anschaffen und zusätzlich noch elf Mittelstreckenjets kaufen. Dafür erhielt die Nationalairline im Januar auch das Okay des Staatspräsidenten. Doch der zog die Genehmigung nun wieder zurück, berichtet die Nachrichtenagentur Lusa.

Bevor neue Flugzeuge angeschafft würden, müssten vertiefte Studien zur Restrukturierung der Airline durchgeführt werden, heißt es im Schreiben von Präsident João Lourenço. Daher ziehe die Regierung die Genehmigung zur Unterzeichnung von Kaufverträgen für 15 Flugzeuge erst einmal zurück. Dabei ging es offenbar um Verträge mit Boeing und mit Bombardier. Bis 2022 hätten die Flieger laut dem Bericht an TAAG Angola Airlines ausgeliefert werden sollen.

Boeing 777 verkaufen?

Das ist aber nicht alles. Offenbar wies der Präsident das Verkehrs- und das Finanzministerium an, den Verkauf von zwei erst in den vergangenen Jahren erworbenen Boeing 777 zu prüfen, um an Geld zu kommen. Wie angolanische Medien schreiben, hat die Anordnung des Präsidenten mit Auflagen des Internationalen Währungsfonds IWF zu tun. Dieser sei der Ansicht, dass der Kauf neuer Flugzeuge für TAAG Angola Airlines die Verschuldung des Landes, die bereit über 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beträgt, in nicht akzeptable Höhen schrauben würde.

Eigentlich hatte TAAG Angola Airlines gehofft, durch eine Modernisierung der Flotte irgendwann endlich in die Gewinnzone zu fliegen. Diese Begründung stand auch in der Genehmigung für den Kauf von Mitte Januar. Nun muss die Nationalairline andere Wege finden. Der Verkehrs- und der Finanzminister sind nun aufgefordert, alle bereits getätigten Transaktionen und Verträge rückgängig zu machen – ohne dabei dem Ruf Angolas zu schaden, heißt es in dem Papier laut der Zeitung Observador.

Weg von der Schwarzen Liste

Dafür gibt es eine andere gute Nachricht. Die EU hat TAAG Angola Airlines von der Liste der in Europa nur mit Beschränkungen zugelassenen Fluggesellschaften gestrichen. Diese hatten zehn Jahre lang gegolten.

Mehr zum Thema

Mechaniker von TAAG: Derzeit setzt die Fluggesellschaft noch auf Boeing 777.

TAAG schafft sich Dreamliner an

Boeing 777-300ER von TAAG: Der Flieger könnte in Europa bald auch außerhalb Portugals anzutreffen sein.

Mit Hilfe von Emirates ist TAAG wieder europatauglich

B777-300 von TAG: Zurück nach Europa.

TAAG kämpft gegen Schmuddelimage

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023

Boeing mustert letzten Dreamliner-Testflieger aus

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack