Uniformen der Kabinencrew von Swiss: Sind die Regeln noch zeitgemäß?

KabinenpersonalSwiss prüft Lockerung des Dresscodes

Der Kabinenpersonalverband von Swiss findet die aktuellen Kleidungs- und Schminkvorschriften sexistisch. Er diskutiert mit der Fluggesellschaft über Änderungen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Virgin Atlantic kündigte im März an, die Make-up-Pflicht für das weibliche Kabinenpersonal abzuschaffen. Norwegian musste im Mai zurück krebsen, als sie den Frauen unter den Flugbegleitern flache Schuhe und den Männern Schminke verbieten wollte. Und nun wehrt sich bei Swiss der Kabinenpersonalverband Kapers gegen den aktuellen Dresscode.

In einem Artikel mit dem Titel «Geisha der Lüfte – Uniform und Sexismus» fragt Kapers im aktuellen Mitgliedsmagazin: «Fühlen wir uns wirklich wohl in unseren Röcken, wenn wir niederknien, mit dem Hintern nach oben, um einen Sitz zu reparieren (…)?».«Kriegen wir mitten im Sommer genügend Luft in einem seit fünf Minuten gekühlten Flugzeug, schweißgebadet in Uniformjacke und Strümpfen?»

Schnürschuhe jetzt erlaubt

Warum seien Lippenstift und Schminke Pflicht, fragt Kapers weiter, zitiert die Zeitung Schweiz am Wochenende aus dem Bericht. «Werden damit die Träume unserer Passagiere angeregt? Werden mit diesem Barbiepuppen-Image unsere extrem tiefen Saläre gerechtfertigt, indem man uns der Kaste ‹hübsches Ding, grad gut genug zum Lächeln› zuteilt?» Uniformen und deren Bedeutung müssten überdacht werden.

Kapers-Präsident Denny Manimanakis erklärte gegenüber der Zeitung, man habe nach langem Kampf erreicht, dass Frauen wie die männlichen Kollegen Schnürschuhe tragen dürften. In aktuellen Gesprächen mit der Swiss-Führung diskutiere man zudem über Kosten. Denn heute müsste das weibliche Kabinenpersonal auf eigenen Kosten Lippenstift tragen. Ebenso Strümpfe, falls die Wahl auf einen Rock als Arbeitskleidung fällt. Wolle die Fluggesellschaft daran festhalten, so müsse sie die Kosten für Lippenstift und Strümpfe künftig übernehmen oder diese Dinge zur Verfügung stellen, so Manimanakis.

Swiss diskutiert mit Verband

Ein Swiss-Sprecher erklärte: «Als offener und zeitgemässer Arbeitgeber respektieren wir die Individualität unserer Arbeitnehmer.» Nichtsdestotrotz gebe es für Berufsgruppen mit direktem Kundenkontakt Vorgaben. «So ist heute gemäß gültigem Uniformreglement das Tragen von Lippenstift oder getöntem Lipgloss in Rot- oder Brauntönen für das weibliche Kabinenpersonal Pflicht.» Allerdings prüfe man in regelmäßigen Abständen das Reglement und passe es bei Bedarf an. «Derzeit diskutieren wir gemeinsam mit unserer Kabinengewerkschaft über eine mögliche Anpassung gewisser Punkte dieses Reglements, unter anderem über die Schminkpflicht.» Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Mehr zum Thema

Norwegian-Crew: Laxere Regeln.

Norwegian lässt flache Schuhe doch wieder zu

Virgin-Crew: Keine Regeln mehr bezüglich Schminke.

Virgin Atlantic schafft Make-up-Pflicht ab

ticker-swiss

Swiss schickt weiteren Airbus A321 zur Verschrottung, der früher noch für Swissair flog

Bilder von Gästen des Swiss-Crewhotels: Die Airline zieht aus.

«Hier waren wir zu optimistisch»: Swiss zieht nach monatelanger Kritik aus Ekel-Hotel in Miami aus

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg