Uniformen der Kabinencrew von Swiss: Sind die Regeln noch zeitgemäß?

KabinenpersonalSwiss prüft Lockerung des Dresscodes

Der Kabinenpersonalverband von Swiss findet die aktuellen Kleidungs- und Schminkvorschriften sexistisch. Er diskutiert mit der Fluggesellschaft über Änderungen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Virgin Atlantic kündigte im März an, die Make-up-Pflicht für das weibliche Kabinenpersonal abzuschaffen. Norwegian musste im Mai zurück krebsen, als sie den Frauen unter den Flugbegleitern flache Schuhe und den Männern Schminke verbieten wollte. Und nun wehrt sich bei Swiss der Kabinenpersonalverband Kapers gegen den aktuellen Dresscode.

In einem Artikel mit dem Titel «Geisha der Lüfte – Uniform und Sexismus» fragt Kapers im aktuellen Mitgliedsmagazin: «Fühlen wir uns wirklich wohl in unseren Röcken, wenn wir niederknien, mit dem Hintern nach oben, um einen Sitz zu reparieren (…)?».«Kriegen wir mitten im Sommer genügend Luft in einem seit fünf Minuten gekühlten Flugzeug, schweißgebadet in Uniformjacke und Strümpfen?»

Schnürschuhe jetzt erlaubt

Warum seien Lippenstift und Schminke Pflicht, fragt Kapers weiter, zitiert die Zeitung Schweiz am Wochenende aus dem Bericht. «Werden damit die Träume unserer Passagiere angeregt? Werden mit diesem Barbiepuppen-Image unsere extrem tiefen Saläre gerechtfertigt, indem man uns der Kaste ‹hübsches Ding, grad gut genug zum Lächeln› zuteilt?» Uniformen und deren Bedeutung müssten überdacht werden.

Kapers-Präsident Denny Manimanakis erklärte gegenüber der Zeitung, man habe nach langem Kampf erreicht, dass Frauen wie die männlichen Kollegen Schnürschuhe tragen dürften. In aktuellen Gesprächen mit der Swiss-Führung diskutiere man zudem über Kosten. Denn heute müsste das weibliche Kabinenpersonal auf eigenen Kosten Lippenstift tragen. Ebenso Strümpfe, falls die Wahl auf einen Rock als Arbeitskleidung fällt. Wolle die Fluggesellschaft daran festhalten, so müsse sie die Kosten für Lippenstift und Strümpfe künftig übernehmen oder diese Dinge zur Verfügung stellen, so Manimanakis.

Swiss diskutiert mit Verband

Ein Swiss-Sprecher erklärte: «Als offener und zeitgemässer Arbeitgeber respektieren wir die Individualität unserer Arbeitnehmer.» Nichtsdestotrotz gebe es für Berufsgruppen mit direktem Kundenkontakt Vorgaben. «So ist heute gemäß gültigem Uniformreglement das Tragen von Lippenstift oder getöntem Lipgloss in Rot- oder Brauntönen für das weibliche Kabinenpersonal Pflicht.» Allerdings prüfe man in regelmäßigen Abständen das Reglement und passe es bei Bedarf an. «Derzeit diskutieren wir gemeinsam mit unserer Kabinengewerkschaft über eine mögliche Anpassung gewisser Punkte dieses Reglements, unter anderem über die Schminkpflicht.» Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Mehr zum Thema

Norwegian-Crew: Laxere Regeln.

Norwegian lässt flache Schuhe doch wieder zu

Virgin-Crew: Keine Regeln mehr bezüglich Schminke.

Virgin Atlantic schafft Make-up-Pflicht ab

Die HB-JBA in Montreal-Mirabel: Das erste Exemplar wurde im Juli 2016 an Swiss ausgeliefert - noch als C-Series.

Erst die kleinen, dann die großen: Swiss will alle Airbus A220 loswerden

ticker-swiss

Swiss macht in Genf Fortschritte, ist aber noch nicht dort, wo sie sein möchte

Video

Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack