Unglück in MoskauSuperjet war auch Scherwinden ausgesetzt

Zum Unglück des Superjets von Aeroflot liegen erste Ergebnisse vor. Neben Problemen mit der Flugsteuerung waren die Piloten mit schlechtem Wetter konfrontiert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia veröffentliche in einem Vorbericht erste Ergebnisse ihrer Untersuchungen zum Unglück vom 5. Mai. Berichte über Probleme mit der Flugsteuerung des verunfallten Superjet 100 von Aeroflot bestätigen sich demnach. Die Crew wurde jedoch auch mit schweren Wetterbedingungen konfrontiert, bevor das Flugzeug nach einer missglückten Notlandung am Flughafen Moskau-Sheremetyevo in Brand geriet und 41 Menschen starben.

Während des Anflugs soll die Crew mehrmals vor Scherwinden gewarnt worden und zum Durchstarten aufgefordert sein, heißt es im Bericht. Zuvor erklärte die Besatzung eine Luftnotlage, da das Flugzeug ungefähr fünf Minuten nach dem Start einen Stromausfall im Bordsystem erlitt. Dabei schaltete sich der Autopilot ab. Die Flugsteuerung wechselte in einen manuellen Modus (im Fachjargon: Direct Law), in welche die Steuereingaben der Piloten nicht mehr vom System überwacht werden.

Pilot machte heftige Steuerbefehle

Wie es zu dem Ausfall der Bordelektronik kommen konnte, bleibt unklar. Vermutungen über einen Blitzeinschlag bestätigen die Ermittler nicht. Jedoch geben sie an, dass zum Zeitpunkt Gewitter in der Nähe geherrscht hatten. Nachdem im Cockpit auch die Kommunikationsanlagen ausgefallen waren, gelang es der Besatzung, den Funk wieder zum Laufen zu bringen.

Weiterhin wurde bekannt, dass das Gewicht des Superjets im Landeanflug mit 42,6 Tonnen etwa 1,6 Tonnen zu hoch war. Kurz vor dem Aufsetzen hatte der Pilot zudem Probleme, die Maschine nach unten zu drücken. Stark verschiedene Steuereingaben nach oben und unten sorgten dafür, dass die Nase des Flugzeuges kurz vor der Landung stark auf und ab schwankte. Dies führte insgesamt dazu, dass der Superjet zu heftig aufsetzte und wieder in die Luft gestoßen wurde.

Fünf Meter nach oben gestoßen

Als sich dies wiederholte, wirkte auf das Flugzeug beim letzten Aufschlag aus mehr als fünf Meter Höhe eine zu hohe Belastung von rund 5g, der es nicht mehr standhalten konnte. Die Folge waren strukturelle Schäden wie der Bruch des Hauptfahrwerks und in der Folge auch das Ausbrechen des Feuers.

Mehr zum Thema

Superjet von Yamal Airlines: Nicht noch mehr heimische Flieger für die Flotte.

Russische Airline bestellt Superjets ab

Ermittler tippen auf Scherwind

Ermittler tippen auf Scherwind

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Video

Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin