Irkut MS-21: Wie heißt der Flieger künftig?

SchlagkraftSuperjet und MS-21 sollen neue Namen bekommen

Russland will, dass die eigene Luftfahrtindustrie an Relevanz gewinnt. Die neuen Passagierflugzeuge Superjet und MS-21 sollen daher umgetauft werden.

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Der Weltmarkt für große Passagierflugzeuge ist faktisch noch immer ein Duopol. Nachdem Airbus die vielversprechende C-Series von Bombardier übernommen und Boeing Embraer mit seinen attraktiven Modellen geschluckt hat, gibt es für sie erst recht kaum mehr ernsthafte Konkurrenz. China und Russland wollen das schon lange ändern.

Noch spüren Airbus und Boeing die Mitstreiter aus dem Osten allerdings kaum. Zu unreif sind ihre Produkte, zu schwach der Service, zu unbekannt ihre Marken in weiten Teilen der Erde. In Moskau macht man sich deshalb seit einiger Zeit jedoch nicht zuletzt nach dem mäßigen Erfolg mit dem Superjet 100 ernsthafte Gedanken, wie man die Schlagkraft der eigenen Luftfahrtindustrie verbessern könnte.

Zielgerichteteres Marketing

Eine Maßnahme dafür ist, insgesamt geeinter aufzutreten. Man prüfe, einen einheitlichen Namen für die beiden neuen russischen Passagierflugzeuge einzuführen, sagte Yuri Slyusar der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Der Superjet 100 und die MS-21 sollen als Teil einer Modellreihe wahrgenommen werden, erklärte der Chef des staatlichen Luftfahrtkonzerns UAC weiter.

Man könne so das Marketing auf eine Marke konzentrieren und verstreue es «nicht in alle Richtungen». Das sei heute wichtig. Zudem würden ja auch Produkte im gleichen Segment präsentiert - zivile Flugzeuge, begründete Slyusar. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht getroffen worden.

Hersteller zusammengeführt

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte UAC bereits alle Anteile der Tochter Sukhoi Civil Aircraft zu ihrer anderen Tochter Irkut verlegt, welche die MS-21 baut. So will der Konzern Synergien in Forschung und Entwicklung nutzen, wie es damals hieß. Schon damals wurde angedeutet, dass der Vorname Sukhoi dann vom Superjet verschwinden könnte. Er steht allgemein eher für Militärflugzeuge.

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