Superjet auf der Piste von Keflavik: Bauchlandung.

Wieder Unfall mit Superjet

Eine Maschine des russischen Herstellers Sukhoi machte am isländischen Flughafen Keflavik Testflüge. Sie landete dabei am Ende auf dem Bauch.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der Hersteller wählte den abgelegenen Ort im Norden, um wichtige Lizenzierungstests durchzuführen. Damit wollte Sukhoi den Anwendungsbereich seines Flugzeuges nochmals erweitern. Am Flughafen Keflavik wurde seit einigen Tagen das Verhalten des Superjet 100 bei einer Instrumentenlandung mit starken Seitenwinden (Landung Kategorie III A) geprüft sowie eine Landung mit Ausfall eines Triebwerks simuliert. Die Maschine mit der Werksnummer 97005 war zu diesem Zweck auch am Sonntag (21. Juli) früh gestartet. Zuerst drehte sie rund ein halbes Dutzend Runden um den internationalen Flughafen Islands. An Bord befanden sich drei Piloten und zwei Zertifizierungsexperten. Alles schien bis dahin ganz normal zu verlaufen.

Ganz am Ende des Testfluges kam es dann aber zum Vorfall, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung bestätigt. Um 5:25 Uhr habe die Maschine aufgesetzt, ohne dass das Fahrwerk ausgefahren worden sei. Nach der Bauchlandung rutschte der Superjet von der Landebahn 11. Opfer gab es bei dem Zwischenfall nicht. Einer der Experten verletzte sich beim Ausstieg lediglich am Bein. Die anderen Insassen bleiben unverletzt.

Große Schäden am Triebwerk

Erste Analysen zeigten, dass alle Systeme bei der Landung funktioniert hätten, so Sukhoi. Die Maschine könne repariert werden und wohl wieder für Testflüge verwendet werden. Die isländische Zeitung Morgundbladid meldete aber größere Schäden am einen Triebwerk.

Auch wenn die Ursache harmlos sein sollte. Für das Superjet-Programm ist es ein weiterer Rückschlag. Das Produkt ist noch neu und seit dem Crash bei einem Testflug in Indonesien im Mai 2012 halten sich Kunden mit Bestellungen zurück. Jede schlechte Nachricht ist da eine Gefahr.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack