Superjet auf der Piste von Keflavik: Bauchlandung.

Wieder Unfall mit Superjet

Eine Maschine des russischen Herstellers Sukhoi machte am isländischen Flughafen Keflavik Testflüge. Sie landete dabei am Ende auf dem Bauch.

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Der Hersteller wählte den abgelegenen Ort im Norden, um wichtige Lizenzierungstests durchzuführen. Damit wollte Sukhoi den Anwendungsbereich seines Flugzeuges nochmals erweitern. Am Flughafen Keflavik wurde seit einigen Tagen das Verhalten des Superjet 100 bei einer Instrumentenlandung mit starken Seitenwinden (Landung Kategorie III A) geprüft sowie eine Landung mit Ausfall eines Triebwerks simuliert. Die Maschine mit der Werksnummer 97005 war zu diesem Zweck auch am Sonntag (21. Juli) früh gestartet. Zuerst drehte sie rund ein halbes Dutzend Runden um den internationalen Flughafen Islands. An Bord befanden sich drei Piloten und zwei Zertifizierungsexperten. Alles schien bis dahin ganz normal zu verlaufen.

Ganz am Ende des Testfluges kam es dann aber zum Vorfall, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung bestätigt. Um 5:25 Uhr habe die Maschine aufgesetzt, ohne dass das Fahrwerk ausgefahren worden sei. Nach der Bauchlandung rutschte der Superjet von der Landebahn 11. Opfer gab es bei dem Zwischenfall nicht. Einer der Experten verletzte sich beim Ausstieg lediglich am Bein. Die anderen Insassen bleiben unverletzt.

Große Schäden am Triebwerk

Erste Analysen zeigten, dass alle Systeme bei der Landung funktioniert hätten, so Sukhoi. Die Maschine könne repariert werden und wohl wieder für Testflüge verwendet werden. Die isländische Zeitung Morgundbladid meldete aber größere Schäden am einen Triebwerk.

Auch wenn die Ursache harmlos sein sollte. Für das Superjet-Programm ist es ein weiterer Rückschlag. Das Produkt ist noch neu und seit dem Crash bei einem Testflug in Indonesien im Mai 2012 halten sich Kunden mit Bestellungen zurück. Jede schlechte Nachricht ist da eine Gefahr.

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