Sukhoi SU-80 im Flug: Platz für 30 Passagiere.

Sukhoi belebt Su-80 wieder

Der Kreml wünscht sich einen russischen Regionalflieger. Darauf reagiert der Flugzeughersteller mit kühnen Plänen.

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Dmitri Medwedew war eindeutig. «Wir brauchen einen neuen Regionalflieger», sagte er am 7. August. Nur so könne man den Luftfahrtmarkt des Landes ankurbeln. Und wenn der russische Premierminister ruft, reagiert die nationale Industrie umgehend. «Wir sind bereit, das Projekt Su-80 wieder aufzunehmen und so die russische Flugzeugbauindustrie zu beleben», sagte Sukhois Vize-Finanzchef Ewgeni Konkow gemäß dem Nachrichtenportal RBK Ende August. Die Maschine sei ideal für Distanzen zwischen 1500 und 2000 Kilometer. Das Kurzstreckenflugzeug für 30 Passagiere wurde 1989 an der Luftfahrtmesse in Le Bourget erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Pläne verschwanden aber wiederholt in den Schubladen von Sukhoi.

Ursprünglich sollte die SU-80 die Kurzstreckenflieger vom Typ Antonow An-24 und An-26 sowie Jakowlew Yak-40 ersetzen. Vom Fleck kam das Projekt indes nie so richtig. Aus Mangel an Geld wurde das Programm aber schon 1990 auf Eis gelegt. 1998 wurden die Pläne wiederbelebt, aber erst 2001 flog der erste Prototyp. Doch es wurden nur vier Stück hergestellt, die an die russische Küstenwache und Feuerwehr gingen.

Drei verschiedene Versionen

Die Su-80 ist 18,3 Meter lang und weist eine Flügelspannweite von 23,2 Metern auf. Die Turbopropmaschine kommt auf ein maximales Startgewicht von 14,2 Tonnen. Geplant war die Maschine in einer Fracht- und einer Passagierausführung, sowie einer Version für 14 Reisende und 1,3 Tonnen Fracht.

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