CFM InternationalStreit um Löhne bei Triebwerksbauer könnte Airbus ausbremsen

Beim französischen Luftfahrtzulieferer Safran herrscht dicke Luft. Der Konflikt um höhere Löhne könnte auch das Joint Venture CFM treffen, das Triebwerke baut. Airbus gibt sich noch gelassen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Aktivistin der Gewerkschaft CGT ist wütend. Das Unternehmen werbe mit seinen sozialen und ökologischen Werten. «Aber in Wirklichkeit sind es die Aktionäre, die sich vollstopfen und die, um ihren Profit zu steigern, die Beschäftigten und den Planeten opfern», sagte sie gemäß dem linken Kampfblatt Révolution Permanente Anfang Mai bei einer Kundgebung vor einer Fabrik des französischen Technologiekonzerns Safran in Le Havre. Man fordere eine Erhöhung der Lohnsumme um sechs Prozent. Das entspreche etwa 300 Millionen Euro oder nicht einmal 17 Prozent des Gewinnes des Konzerns.

Safran hat den Beschäftigten eine Erhöhung der Lohnsumme von drei Prozent zugestanden – für generelle und individuelle Anpassungen, Anpassungen aufgrund von Dienstalter, für Sonderfälle und berufliche Gleichstellung. Das sei viel zu wenig, heißt es seitens der Gewerkschaften. Die Inflation in den letzten zwei Jahren habe schließlich 7 Prozent betragen. Weil das Management darauf nicht einsteigen will, kam es bei Safran in den vergangenen Wochen immer wieder zu Dienst nach Vorschrift und kurzfristigen Arbeitsniederlegungen.

Verspätete Auslieferungen?

Die Unruhe und der schwelende Arbeitskampf bei Safran drohen auch die Luftfahrt zu treffen. Denn der französische Konzern stellt nicht nur Fahrwerke, Gepäckfächer, Türen, Toiletten oder Bordküchen für Flugzeuge her. Er ist zusammen mit GE Aviation auch Eigentümer des Joint Ventures CFM International. Es stellt die Leap-1-Triebwerke her, die Airbus A320 Neo, Boeing 737 Max und Comac C919 antreiben.

Und gerade bei der Lieferung von Leap-1A-Motoren für A320 Neo könnte es wegen der Auseinandersetzung zwischen Safran und den Gewerkschaften zu Lieferverzögerungen kommen. Einige Kunden seien von Airbus gewarnt worden, dass sich die Auslieferung von Flugzeugen noch weiter nach hinten verschieben könne, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf informierte Kreise. Dies sei jedoch nur ein Grund. Vor allem auch Engpässe bei Zulieferern des Flugzeugbauers seien für die möglichen zusätzlichen Verzögerungen verantwortlich, heißt es im Bericht.

Airbus hält an Prognose fest

Airbus dagegen gibt sich gelassen. Im Februar hatte der Konzern ein Ziel von 720 ausgelieferten Verkehrsflugzeuge für 2022 bekannt gegeben, ein Plus von rund 18 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. Daran hält der Konzern fest.

Mehr zum Thema

CFM Leap, verbaut an einer Boeing 737 Max: Den Triebwerkstyp gibt es auch dür den A320 Neo und Comics C919

US-Behörden warnen vor Risiken bei Leap-Triebwerken an Boeing 737 Max und Airbus A320 Neo

Weitere Triebwerksbauer haben Pulvermetall-Problem

Weitere Triebwerksbauer haben Pulvermetall-Problem

Die beiden Flieger nebeneinander: Noch keine Realität.

Airbus macht zweiten A380 zum Testflugzeug

So soll der Airbus A380 als Wasserstoff-Testflieger aussehen. Er ...

Airbus und CFM verpassen A380 ein fünftes Triebwerk

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack