Jennifer C. im Flugzeug: Die Frau profitierte vom Aufruhr.

Vorfall in BrasilienStreit um Fensterplatz wird zum nationalen Gesprächsthema

Eine Passagierin wollte ihren Fensterplatz nicht für ein Kind hergeben. Ihre Reaktion sorgte für Empörung, ebenso der Fakt, dass eine andere Passagierin alles filmte. Während die Öffentlichkeit in Brasilien über den Fall diskutiert, gibt es vor allem eine Gewinnerin.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Aline R. reiste Anfang Dezember mit ihren drei Kindern von Rio de Janeiro nach Belo Horizonte - zusammen mit drei weiteren Verwandten. Die sieben Passagiere konnten als erste einsteigen. Während die brasilianische Mutter ihren im Rollstuhl sitzenden Sohn vorne in der Boeing 737 von Gol einrichtete, setzte sich ihr anderer Sohn hinten auf einen Fensterplatz.

Als dann später die anderen Fluggäste einsteigen, stellte sich heraus, dass der vom Jungen belegte Sitz eigentlich Jennifer C. gehörte. Die junge Frau hatte für den Sitzplatz bezahlt. Und so war sie nicht gewillt, ihren Platz dem Kind abzugeben. So weit, so normal. Doch dann begann sich eine andere Passagierin einzumischen - und die nicht-wechselwillige Reisende zu beleidigen und filmen.

Persönlichkeitsrechte der Passagierin verletzt

«Ich nehme Ihr Gesicht auf, weil Sie sich nicht in die Menschen einfühlen können. Das ist ekelhaft», sagte Eluciana C. «Bei einem Erwachsenen wäre das in Ordnung, aber bei einem Kind ist das zu viel.» Die kritisierte Jennifer C. ließ sich nicht beeindrucken und schloss ihre Augen. Nach der Landung landete das Video von ihr allerdings auf sozialen Medien.

Seither läuft in Brasilien eine riesige Polemik um das Video. Einige kritisieren die Frau, die ihren Fensterplatz nicht hergeben wollte und der Mutter und dem Kind die kalte Schulter zeigte. Die Reaktion sei egoistisch und arrogant. Andere kritisieren die Frau, welche die Szene aufgenommen und damit die Persönlichkeitsrechte der Passagierin verletzt hat. Gol erklärte, die Crew sei nicht beigezogen worden, deshalb könne man sich nicht zum Vorfall äußern.

Neue Follower und neue Verträge

Die filmende Frau hat sich seither bei Jennifer C. entschuldigt. «Ich entschuldige mich aber auch bei mir selbst, weil ich dachte, ich wäre damals stark gewesen. Und das war ich nicht. Ich hätte das alles vermeiden können», so Eluciana C. weiter. Zuvor wurde ihr von der Passagierin eine Klage wegen Verleumdung und übler Nachrede angedroht.

Eine Gewinnerin des Aufruhrs gibt es bereits. Jennifer C. ist Influencerin. Seit das Video aufgetaucht ist und ihr Name bekannt wurde, hat sie mehr als 1,5 Millionen Follower bei Instagram gewonnen. Sie habe auch bereits Werbeverträge mit diversen Firmen abgeschlossen, erklärte sie dem Portal Terra.

Mehr zum Thema

Blick aus dem Flugzeug: Lava bahnt sich ihren Weg am Boden.

Ein Fensterplatz zum Vulkanausbruch

Schon bald wird D-AIXA aber mit dieser neuen Lufthansa-Bemalung abheben.

Polizei-Paar überwältigt pöbelnden Passagier auf Lufthansa-Flug

ticker-brasilien

Zu viele Klagen gegen Airlines: Brasilien will Regeln für Passagierrechte überarbeiten

ticker-welt

Brasilien, Argentinien, Chile und Paraguay planen gemeinsamen Luftverkehrsmarkt

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies