Airbus A330 von Lufthansa: Der Druck wächst.

Streit um Slots in Frankfurt und MünchenStaatshilfe für Lufthansa wackelt

Nach langen Verhandlungen einigten sich Lufthansa und die deutsche Regierung auf ein Hilfspaket. Nun bringen die EU-Auflagen alles ins Wanken.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Mitteilung klingt auf den ersten Blick harmlos. Am Mittwochnachmittag (27. Mai) gab Lufthansa bekannt, die Entscheidung zur Einberufung zur Hauptversammlung zu verschieben. Doch es geht um weit mehr als die Terminfrage: Die staatlichen Hilfsmaßnahmen wackeln.

Grund sind die Auflagen der Europäischen Union. «Der Aufsichtsrat hat die aktuell indizierten Auflagen der EU-Kommission zur Kenntnis genommen», schreibt Lufthansa. Sie würden eine Schwächung der Drehkreuze Frankfurt und München zur Folge haben, heißt es weiter. Vor diesem Hintergrund habe man «dem Stabilisierungspaket in Zusammenhang mit den EU-Auflagen nicht zustimmen können.»

Einzig gangbare Alternative

Lufthansa geht nicht genauer auf die Auflagen ein. Doch schon am Dienstag hatte die Zeitung Handelsblatt berichtet, die Wettbewerbshüter in Brüssel würden fordern, dass Lufthansa im Zuge des neun Milliarden Euro schweren Hilfspaketes Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgibt. «Das lassen wir nicht mit uns machen», konterte Bundeskanzlerin Angela Merkel laut dem Blatt.

Aber offenbar konnte sich die Kanzlerin gegenüber der EU bisher nicht durchsetzen. So schreibt Lufthansa: «Die Einladung zu der außerordentlichen Hauptversammlung für die Umsetzung der Stabilisierungsmaßnahmen erfolgt zunächst nicht.» Das Dilemma: Der Konzern stuft die Staatshilfen «als die einzig gangbare Alternative» für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit ein. Wie geht es nun also weiter?

Geht es doch in die Insolvenz?

Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten: Entweder Lufthansa setzt sich doch durch und die EU-Kommission rückt von ihren Forderungen ab. Oder die EU bringt die Fluggesellschaft dazu, die Kröte mit der Abgabe der Slots doch zu schlucken. Oder Lufthansa wählt den Weg einer Insolvenz in Eigenverwaltung, wie es zuvor etwa schon Condor getan hat.

Freuen kann sich vorerst Ryanair. Der Billigflieger hatten die Staatshilfe für Lufthansa am Dienstag missbilligt. Chef Michael O’Leary kündigte an: «Ryanair wird gegen dieses jüngste Beispiel rechtswidriger staatlicher Beihilfen für die Lufthansa vorgehen, die den Wettbewerb und die Wettbewerbsbedingungen bei der Bereitstellung von Flügen von und nach Deutschland in den nächsten fünf Jahren massiv verzerren werden.»

Mehr zum Thema

Das staatliche Rettungspaket wird für Lufthansa teuer

Das staatliche Rettungspaket wird für Lufthansa teuer

<p class="p1">Lufthansa Tail with state eagle: The state will be aboard soon.</p>

Das sind die Details des Rettungspakets für Lufthansa

Geparkter Airbus A380 von Lufthansa: Ein Opfer der Corona-Krise.

So rutschte Lufthansa in die Krise

Die Antonov An-124 namens «Be brave like Irpin»: Viel ist über ihre Modernisierung noch nicht bekannt.

EU erwägt Modernisierung der Antonov An-124 und Entwicklung eines Boeing-C-17-Nachfolgers

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier