Airbus A330 von Sri Lankan Airlines:

Auch Storno der A350Sri Lankan verklagt Airbus auf eine Milliarde

Die Nationalairline des Inselstaates wurde im Urteil zum Airbus-Bestechungsskandal genannt. Dadurch sei ihr Ruf geschädigt worden, sagt Sri Lankan und klagt auf Schadenersatz.

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Vor einem Jahr schaffte Airbus ein Problem aus der Welt. Der Konzern einigte sich mit den britischen Justizbehörden außergerichtlich. Er zahlte 3,6 Milliarden Euro an Strafen, gestand Fehlverhalten ein und verpflichtete sich zu organisatorischen Änderungen. Im Gegenzug wurden die Ermittlungen wegen weltweiter Bestechung eingestellt.

Das Urteil zur Einigung deckte einen regelrechten Korruptionssumpf auf. «Das Verbrechen war schwerwiegend», schrieb die britische Richterin darin. Und auch einzelne Beispiele wurden genannt, so etwa das von Sri Lankan Airlines. Airbus soll über eine Tarnfirma 16,84 Millionen Dollar an den ehemaligen Chef der Fluglinie und seine Frau bezahlt haben, um eine Bestellung zu bekommen. Dabei sollen auch britische Behörden getäuscht worden sein.

Sri Lankan will vier Airbus A350 nicht mehr

Durch die Nennung im Urteil zur außergerichtlichen Einigung sieht sich jetzt Sri Lankan Airlines geschädigt. Die Fluggesellschaft verklagt deshalb Airbus auf eine Milliarde Dollar an Schadenersatz, wie das Unternehmen der Wirtschaftszeitung Daily FT bestätigte. Der Ruf des Unternehmens habe Schaden genommen, so die Begründung. Zudem seien Kosten und Zinsen dadurch entstanden. Für den Fall hat Sri Lankan eine internationale Anwaltskanzlei angeheuert.

Zugleich will Sri Lankan, dass die Bestellung aus dem Jahr 2015 für vier Airbus A350-900 storniert wird. Für diese hat die Fluglinie bereits 19 Millionen Dollar an Anzahlungen geleistet, auch die will sie zurück. Die Nationalairline des Inselstaates versucht die Order bereits seit Längerem loszuwerden. Schon 2016 meldete Sri Lankan, man stehe kurz vor einer Einigung zur Annullierung, doch die vier Jets stehen bis heute in den Büchern von Airbus.

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