Heckfloss von Spanair: Die Pleite der Fluglinie ließ auch das Personal zum Teil ratlos zurück.

Spanair: Neue Jobs in China

Durch die Pleite der Fluglinie verloren 390 Piloten ihre Stelle. Die Hälfte hat bereits eine neue gefunden - meist in der Ferne.

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Am Abend des 27. Januar schaltete Spanair die Buchungsseite auf ihrer Website ab. Kurze Zeit später stellte die spanische Fluggesellschaft den Betrieb ein. Als Grund nannte Spanair «fehlende finanzielle Visibilität über die nächsten Monate». Tausende Passagiere waren gestrandet - aber auch rund 2000 Mitarbeiter von der plötzlichen Einstellung getroffen. Für die Piloten der Pleite-Airline gibt es aber offenbar Hoffnung. Wie die spanische Gratiszeitung 20Minutos berichtet, hat bereits mehr als die Hälfte der 390 Piloten schon einen neuen Job gefunden, zum Teil auch bei Airlines aus dem Ausland.

Wie der Präsident des Pilotenverbands Sepla der Zeitung sagte, seien 50 Piloten von Qatar Airways angestellt worden, ebenso viele andere würden bei der Billigairline Vueling eingestellt. Außerdem seien rund 150 von Ihnen in der engeren Auswahl für Jobs bei chinesischen Airlines wie Hong Kong Airlines oder Hainan. Zehn beginnen laut dem Bericht noch im März bei Hong Kong mit der Arbeit. Dort erhalten sie 120'000 Euro Jahreslohn als Kopilot und 200'000 Euro als Pilot.

Wachsende Nachfrage

Die Piloten profitieren dabei von der wachsenden Nachfrage an qualifizierten Crews. Fluglinien vor allem auch in Asien erweitern ihre Streckennetze und Flotten und finden dafür nicht immer die geeigneten Kräfte im eigenen Land. So auch die chinesische Spring Airlines. Bisher hat die Airline eine Flotte von 30 Fliegern. Doch schon bis zum nächsten Jahr soll sich diese um sieben bis acht Jets erweitern. Und dafür braucht es Piloten. Um diese zu finden reiste der stellvertretende Chef Shen Wei nun nach Spanien, wie die Zeitung China Daily berichtet. 30 Kapitänen von Spanair habe man Angebote unterbreitet. 10'000 Euro verdienen die Piloten dort pro Monat. Im besten Fall treten diese noch in der zweiten Jahreshälfte den Dienst an. Von den 300 Piloten der Airline stammen bereits 32 aus dem Ausland. Das sei allerdings nur eine vorübergehende Lösung für einige Jahre. Langfristig wolle man in China selbst genug qualifizierte Flugkapitäne ausbilden.

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