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Ticker

So trifft der Sturm über Europa die Luftfahrt

Ein heftiges Sturmtief hat in den nächsten Tagen Europa im Griff - auch die Luftfahrt. Der Ticker zum Wintersturm.

Flughafen München

Flughafen München: Sabine macht Probleme.

07:19 Uhr – Rückkehr zur Normalität: Sabine ist weggezogen. Die deutschen Flughäfen kehren zur Normalität zurück. Sie warnen aber, dass es noch immer zu Beeinträchtigungen kommen kann, weil Annullierungen der vergangenen Tage mitunter einen aufgeschobene Nachfrage angestaut haben.

Montag, 10. Februar:

19:26 Uhr – Was ist eigentlich normal? Ein Fundstück vom Vormittag, das wir gerne nachtragen würden: Die Flughäfen Hamburg und Düsseldorf liefern sich eine kleine Sturmdebatte:

18:10 Uhr – Auch morgen Beeinträchtigungen: Der Airport München meldet am frühen Abend: «Der Flugbetrieb läuft langsam wieder an.» Zugleich warnt der Flughafen: «Es wird aber im weiteren Verlauf des Tages sowie morgen noch zu Beeinträchtigungen kommen.»

17:45 Uhr – Eurowings hoffnungsvoll: Die Zeichen stehen auf Normalisierung: «Nach aktueller Lage rechnet Eurowings damit, für den morgigen Tag ein weitestgehend normales Flugprogramm anbieten zu können», teilt Lufthansa Billigtochter mit.

17:08 Uhr – Neue Sturmböen: Der Deutsche Wetterdienst blickt nach vorne:

16:25 Uhr – Stau an Münchner Gates: Die S-Bahnen zum Flughafen München nehmen nach und nach wieder den Betrieb auf. Doch es staut sich im Airport: «Aufgrund der sturmbedingten Störungen im Flugbetrieb herrscht in den Gatebereichen noch ein erhöhtes Passagieraufkommen», schreibt der Flughafen. «Gegenwärtig werden deshalb keine Passagiere mehr im T1 eingecheckt. Der Zugang zu den Warteräumen in den Abflugbereichen A-E ist derzeit nicht möglich.»

16:18 Uhr – Und noch eine Wackel-Landung: Gefilmt wurde sie schon gestern, aber wir wollen sie unseren Lesern nicht vorenthalten. Wizzair in Birmingham:

15:30 Uhr – Sturmfakt: Flugzeuge können auch am Boden vom Winde verweht werden. Damit das nicht passiert, werden sie anders geparkt, wie der Flughafen Nürnberg erklärt. 

14:10 Uhr – Und wieder landen Passagiere ganz woanders als erwartet: Eine Boeing 777-300ER von Latam, die die Passagiere eigentlich nach London hätte bringen sollen, musste wegen des Sturms in Barcelona landen. Es ist nur eine von vielen Umleitungen der krasseren Art – Wien statt Düsseldorf, Zürich oder Frankfurt statt London – und überall muss für Unterbringung, Verpflegung und Weitertransport gesorgt werden. Auf die Airlines kommen Millionen an zusätzlichen Kosten zu. 

13:54 Uhr – Landungen in Amsterdam Ein Video vom vom gestrigen Sonntag zeigt einige Sturmlandungen am Flughafen Amsterdam Schiphol:

 

13:05 Uhr – Condor ohne Annullierung Rund 80 Prozent der Condor-Flüge sind laut dem Ferienflieger heute bisher pünktlich abgehoben. Abgesagt wurde demnach kein Flug. Zu Verspätungen könne es aber weiterhin kommen, so Condor.

12:57 Uhr – Kaum S-Bahnen in München Der Flughafen München und die Deutsche Bahn weisen darauf hin, dass der S-Bahnverkehr in München weiterhin großflächig eingestellt ist. Auf der Stammstrecke zwischen München-Pasing und München Ost ist allerdings ein Pendelverkehr mit S-Bahnen eingerichtet.

11:24 Uhr – Moderate Verspätungen in Wien: Die europäische Flugsicherung Eurocontrol meldet für den Flughafen Wien starken Wind, aber nur «moderate Flugverspätungen».

11:17 Uhr – Easyjet mit Störungen: Keine Entspannung bei Easyjet: Der Billigflieger meldet bei Twitter «erhebliche Störungen» aufgrund des Sturms. Eine Übersicht, wo wie viele Flüge ausfallen, bleibt Easyjet allerdings genauso schuldig wie eine Prognose dazu, wann sich die Lage bessern könnte.

10:19 Uhr – Sturmfakt: Aufgrund des Sturmes steuert zurzeit so manches Flugzeug einen Ausweichflughafen an. Das bereitet Crews und Passagieren natürlich Umstände. Deutlich langwieriger waren allerdings die Folgen dieses unfreiwilligen Sturm-Umweges eines britischen Schiffes während des Großen Sturmes von 1703:

09:10 Uhr – Sturmbilanz in NRW: Die Nacht war an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn ruhiger als erwartet, wie beide Airports mitteilen. Aus Düsseldorf heißt es: «Bisher keine Schäden bekannt. Airlines haben für heute 108 Flüge gestrichen.» Der Kölner Flughafen meldet: «23 Starts und 22 Landungen sind an diesem Montag annulliert. Es kann über den Tag zu weiteren wetterbedingten Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb kommen.»

07:44 Uhr – Eurowings startet wieder: Eurowings nimmt den Flugbetrieb ab 10 Uhr schrittweise wieder auf. Dennoch werde es weiterhin zu Unregelmäßigkeiten an deutschen Flughäfen kommen, teilt die Lufthansa-Tochter mit. «Da der Sturm im Laufe des Tages Richtung Süden und Osten zieht, muss Eurowings je nach Einschätzung der Wetterlage und je nach Flughafen situativ entscheiden, wann die Rückkehr zu einem regulären Flugprogramm möglich ist.»

07:25 Uhr – Luxair streicht Flüge: Luxemburgs nationale Fluggesellschaft Luxair teilt am frühen Montagmorgen mit: Aufgrund der Wetterbedingungen sind alle Flüge bis 10 Uhr annulliert.

Sonntag, 9. Februar:

23:20 Uhr – Missglückte Landeversuche: Turkish-Airlines-Flug TK1529 versuchte über eine Stunde lang, in Düsseldorf zu landen. Dann gab man offenbar auf und nahm Kurs auf den Flughafen Nürnberg. Zuvor hatte bereits British-Airways-Flug BA946 die Landung in Düsseldorf aufgegeben und ist mittlerweile stattdessen in Wien angekommen.

19:24 Uhr – Flugausfälle am Montag: In Düsseldorf fallen Stand jetzt am Montag 100 Flüge aus, in Köln sind 21 Starts und 21 Landungen annulliert, in München sind es 420 Flüge. Alle Flughäfen warnen, dass die Zahl noch steigen kann. Hamburg spricht von «zahlreichen Flügen», auch Frankfurt nennt keine konkrete Zahl, Berlin ebensowenig.

18:29 Uhr – Lufthansa-Interkontinentalflüge in Frankfurt sollen stattfinden: In München setzt Lufthansa am Montag alle Kontinentalflüge bis 13 Uhr und alle Interkontinentalflüge bis 14 Uhr aus. Interkontinentalverbindungen nach Frankfurt sollen zumindest Stand jetzt noch planmäßig stattfinden. Streichungen von Kurz- und Mittelstreckenflügen sind aber wahrscheinlich.

17:33 Uhr – Passagiere brauchen starke Nerven: Und das nicht nur, weil ihr Flug vielleicht annulliert wird. Durchstarten, Crosswind Landings und starke Turbulenzen – für Menschen mit Flugangst ist der heutige Tag kein idealer Reisetag. Auf Twitter häufen sich Berichte über extreme Landemanöver und besonders wackelige Flüge. Hier ein Beispiel eines Flybe-Fluges, der in  Heathrow landete:

17:01 Uhr – Planespotting nur eingeschränkt möglich: Zwar gibt es bei den starken Winden sicherlich ein paar spannenden Landungen zu beobachten – zumindest in Düsseldorf wird das aber nicht von der Zuschauerterasse möglich sein. Die bleibt am Sonntag und Montag aus Sicherheitsgründen geschlossen. 

16:49 Uhr – Der Heathrow-Livestream läuft weiterhin: Ein mutiger Planespotter filmt weiterhin die Landeversuche in Heathrow (einfach herunter scrollen zu 14:25). Die Winde werden immer stärker, inzwischen scheint es, als würde die Mehrheit der Landungen abgebrochen. Lohnenswert sind auch die Kommentare des Filmenden. Also unbedingt mit Ton schauen. Hier ein Ausschnitt eines Touch-and-Go einer Boeing 777 von British Airways:

16:21 Uhr – Flug von British Airways erklärt Luftnotlage: Ein Flug der britischen Fluggesellschaft von Genf nach Gatwick hob am Sonntag bereits mit drei Stunden Verspätung ab. Über dem Flughafen Gatwick drehte der Flieger dann längere Zeit Kreise, doch eine sichere Landung war nicht möglich. Der Airbus A320 musste umkehren und nach Lyon ausweichen – was nur rund 150 Kilometer von Genf entfernt liegt. Doch wie die Zeitung Independent berichtet, wurde dann langsam das Kerosin knapp. Die Piloten erklärten daher eine Luftnotlage, um priorisiert landen zu können.

15:52Uhr – Lufthansa erwartet größte Einschränkungen in München: «Besondere Beeinträchtigungen werden für Montag, 10. Februar für den Lufthansa Hub in München erwartet», teilt die Airline mit. Voraussichtlich stehe eine «weitgehendste Einstellung des Flugverkehrs» bevor.  Auch die Anreise mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen sei erschwert.

15:45 Uhr – Eurowings stellt Flugbetrieb während des Sturms ein: Die Airline teilt mit, dass sie den Flugbetrieb an den Flughäfen Hamburg, Berlin, Hannover, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Stuttgart für die Dauer des Sturms unterbricht. Ab sofort sollen Passagiere nicht mehr an die betroffenen Flughäfen anreisen. Sobald sich der Sturm gelegt habe, werde  Eurowings die Lage neu bewerten und den Flugbetrieb wieder aufnehmen. «Nach aktuellem Stand wird damit für morgen, Montag, 10. Februar 2020, am späten Vormittag gerechnet», so die Airline auf ihrer Webseite.

15:17 Uhr – Am Flughafen Manchester stürmt es gewaltig: Auch der Airport mit dem Code MAN rät Reisenden, sich über ihren Flugstatur zu erkundigen, bevor sie sich zum Flughafen aufmachen.

14:52 Uhr – Frankfurt und Zürich als Ausweichflughäfen: In London kommt es vermehrt zu Umleitungen. So wurde etwa Flug EK15 von Emirates von Dubai nach Gatwick nach zwei Mal Durchstarten inzwischen nach Zürich umgeleitet. EK17 flog statt nach Manchester nach Frankfurt. Lange wird das allerdings auch nicht mehr möglich sein. Auch auf dem europäischen Festland trifft der Sturm bald ein. 

Immer mehr Flugzeuge geben in Großbritannien auf und müssen Richtung Festland umgeleitet werden.


14:37 Uhr – Ciara oder Sabine: Sturm Sabine heißt im Vereinigten Königreich, Irland, Frankreich und den Niederlanden Ciara – ausgesprochen wird der Name «Kira». Er stammt aus dem gälischen und wurde dem Sturm gegeben, weil er Irland als erstes europäisches Land erreicht hat. 

14:25 Uhr –  Ciara live in London Heathrow: Auf diesem Video kann man – derzeit noch live – Landungen am größten britischen Flughafen sehen. Es gab bereits einige Durchstarts. Mal schauen, wie lange der Filmer es noch aushält. 

14:00 Uhr – Annullierungen häufen sich: In Düsseldorf wurden bereits 111 Flüge annulliert, in Köln sind es 17, in Frankfurt spricht man von «Verspätungen und einzelnen Ausfällen», in München von «Verspätungen und Ausfällen». Auch die Flughäfen raten Passagieren, ihre Airline zu kontaktieren.

12:51 Uhr – Rekordflüge: Während man sich in Europa auf den Sturm noch vorbereitet, sorgt der Wintersturm bereits für einen Rekord in der Luftfahrt: British-Airways-Flug BA112 flog Inder Nacht auf Sonntag in nur 4:56 Stunden von New York nach London, dank des starken Jetstreams.

11:00 Uhr – Fluggesellschaften streichen bereits Flüge. Airlines annullieren Flüge und bereiten Kunden auf weitere Annullierungen und Unregelmäßigkeiten vor. So auch die Lufthansa Group. Bis mindestens Dienstagvormittag (11. Februar) könne es zu Beeinträchtigungen auf Flügen aller Gruppenairlines kommen, teilt die Fluggesellschaft auf ihrer Webseite mit. Auch andere Airlines wie British Airways und Easyjet bereiten Kunden auf mögliche Schwierigkeiten vor. Passagiere sollten sich vor Abflug erkundigen, ob der Flug stattfindet.



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