Visualisierungen zeigen, wie der Flughafen Iqaluit bald aussehen soll. So von der einen Seite, ...

Kanadische ArktisIqaluit baut internationalen Flughafen

Bitterkalt und abgelegen, das ist Iqaluit. Nun wird der Flughafen der kanadischen Kleinstadt ausgebaut und erneuert. Der Bau ist eine Herausforderung.

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Am 1. Februar landete eine Boeing 777-300 ER von Swiss mit Triebwerksproblemen am kleinen Iqaluit Airport in Kanada. Die Passagiere - eigentlich auf dem Weg von Zürich nach Los Angeles - mussten nun vorerst mit einer Temperatur von minus 21 statt plus 23 Grad vorlieb nehmen. Denn die Hauptstadt des Territoriums Nunavut ist kein Ort mit einem besonders freundlichen Klima. Flugzeughersteller unterziehen ihre Maschinen vor der Markteinführung hier gerne Kältetests.

Den widrigen Bedingungen zum Trotz setzen Iqaluit und Nunavut nun auf eine wachsende Wirtschaft, auf mehr Touristen für die Region Baffin Island und die kanadische Arktis. Für all das planen sie einen richtigen internationalen Flughafen. Für den Bau verantwortlich ist die Firma Bouygues Bâtiment International. Deren Projektdirektor Olivier Walon hat nun einige Details zu dem Flughafen enthüllt, der noch vor dem Winter 2017 öffnen soll.

Zur kältesten Zeit ruhen die Arbeiten

«Wenn er fertig ist, wird der Flughafen 450'000 Quadratmeter überarbeitete und festere Pisten aufweisen, mehr Vorfeld, um die Flugzeuge zu parken, ein 10'000 Quadratmeter großes Terminal, das acht Mal so groß ist wie das aktuelle», so Walon in einem Interview. Der Iqaluit Airport werde dann eine Kapazität von 150'000 Passagieren im Jahr haben. All das in einer Stadt, die von außen nicht über Straßen zu erreichen ist.

Gefragt nach den Schwierigkeiten, nannte Walon neben den vielen verschiedenen Interessen, die es zu berücksichtigen gab, auch, dass der Flughafen während des gesamten Um- und Ausbaus in Betrieb ist. Das sei zwar nicht ungewöhnlich bei so einem Projekt, in Iqaluit aufgrund der Kälte aber dennoch eine Herausforderung, vor allem beim Bau der Außenhülle. So seien Arbeiten am Fundament im Freien nur in wenigen Monaten des Jahres möglich. «In der kältesten Zeit, einige Wochen über Weihnachten und Januar, müssen wir die Baustelle auch ganz schließen», erklärte der Projektleiter. Auch sei es schwierig, Maschinen und Material an einen so abgelegenen Ort zu transportieren.

In der Bildergalerie oben sehen Sie, wie der Flughafen Iqaluit künftig aussehen soll.

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