Letzte Aktualisierung: 10:02 Uhr

Online-Auktion

Sitze, Trolleys und mehr: Air Berlin unterm Hammer

Ein Sitz von Air Berlin im Wohnzimmer? Das könnte bald möglich sein. Ein Auktionshaus will Inventar der insolventen Fluglinie anbieten.

Insolvenzverwalter Lucas Flöther braucht Geld, um die Forderungen der rund eine Million Air-Berlin-Gläubiger zu befriedigen. Nachdem Lufthansa Mitte Dezember die Übernahme der österreichischen Tochter Niki abgeblasen hatte, drohte eine große Einnahme wegzubrechen. Der Kauf von Niki durch IAG dürfte daher in der Berliner Kanzlei Flöther & Wissing für Erleichterung sorgen.

Dennoch: Schon bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang November hatte das Gericht mitgeteilt, dass Flöther «drohende Masseunzulänglichkeit» angezeigt habe. Das heißt, es ist verdammt wenig Geld da. Oder im Detail: Es besteht die Gefahr, dass Air Berlin nicht einmal in der Lage sein wird, die Verbindlichkeiten zu erfüllen, die bevorzugt behandelt werden und die meist nach Eintritt der Insolvenz entstanden sind, etwa um die Geschäfte fortführen und das Insolvenzverfahren durchführen zu können.

Sitze aus zwei Klassen

Nun will der Insolvenzverwalter durch die Versteigerung von Inventar Geld einnehmen: Das Hamburger Online-Auktionshaus Dechow Auktionen, spezialisiert auf Fahrzeuge und Fahrzeugflotten, kündigt auf seiner Webseite für Mitte Januar eine Versteigerung von Air-Berlin-Überbleibseln an. Zwar ist weder der Insovlenzverwalter noch Air Berlin als Verkäufer genannt, doch wer sonst käme in Frage?

Als Highlights für die Auktion angekündigt sind Vanity-Kits, Schoko-Herzen, Kinder-Sets, Decken, Trolleys und Business- und Economy-Class-Sitze sowie Business-Class-Geschirr von Air Berlin. Über Mengen und Mindestpreise ist bisher nichts zu erfahren. Fest steht dagegen, dass zum Netto-Gebot noch 15 Prozent Aufschlag plus Mehrwertsteuer als Versteigerungskosten hinzukommen.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie einige Gegenstände, die angeboten werden.



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