Während des Angriffs hatte der Kopilot die Boeing 737 Max auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv in einen steilen Sinkflug gebracht und versucht, Instrumente zu zerstören. Laut Ermittlern wollte er das Flugzeug in das Passagierterminal des Flughafens Tel Aviv steuern. Bei Verhören erklärte er, die Anschläge vom 11. September 2001 hätten ihn inspiriert. Radikalisiert hatte er sich während seines Studiums in Australien von 2017 bis 2019. Sein früherer Arbeitgeber Oman Air hatte den Omaner wegen extremistischer Tendenzen vom Flugdienst abgezogen. Dennoch gelang ihm der Wechsel zu Flydubai.
Zwei junge Piloten von den Malediven mussten zum Verhör
Täter H. H. gab im Verhör an, allein gehandelt zu haben. Ob das zutrifft, ist allerdings noch offen und es könnte durchaus anders gewesen sein. Denn wie jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate am 10. Oktober zwei weitere Piloten von Flydubai zum Verhör gebeten.
Sie stammen von den Malediven und arbeiten noch nicht besonders lange für die Fluggesellschaft aus Dubai. Die Regierung des Inselstaates hat die Verhöre bestätigt. Was den beiden genau vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Wie das Portal Adhadhu aber berichtet, sollen die beiden Maldiver am Arbeitsplatz Kontakt zu H. H. gepflegt haben.
Befragungen von mehreren Angestellten von Flydubai
Bei der Befragung der beiden jungen Piloten handelt es sich offenbar nicht um einen Einzelfall. Im Rahmen der Ermittlung vernimmt die Polizei der Vereinigten Arabischen Emirate diverse Flydubai-Mitarbeitende. Adhadhu zufolge befragt sie alle Personen, die Kontakt zum omanischen Kopilot H. H. hatten.
aeropur hinweis aeroTELEGRAPH