Flughafen Mogadischu: Der Luftraum hat ein Problem mit konkurrierenden Lotsen.

SomaliaKonkurrierende Fluglotsen geben Cockpitpersonal widersprüchliche Angaben

Im Luftraum über Somalia häufen sich die Meldungen, dass Flugzeuge von zwei Lotsen mit unterschiedlichen Informationen versorgt werden. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem land und einer abtrünnigen Provinz.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Vor gut einem Jahr erzielte die somalische Luftfahrt einen Erfolg: Das Land darf seinen Luftraum wieder selbst kontrollieren. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung Iata teilte mit, dass der somalische Luftraum wieder die Klasse-A-Klassifizierung erhält. Zuvor galt er seit 1992 als unkontrolliert und war der Klasse G zugeteilt.

Sicher ist der Luftraum weiterhin nicht. Überfliegende Flugzeuge auf niedriger Höhe könnten weiter von Flugabwehrwaffen getroffen werden. Die USA verbieten daher Flüge im somalischen Luftraum unterhalb der Flugfläche 260, also unter rund 26.000 Fuß oder 7924 Meter. Andere Länder haben ähnliche Warnungen herausgegeben.

Unterschiedliche Aussagen

Der Luftraum wird offiziell als Fluginformationsgebiet Fluginformationsgebiet (meist kurz nur FIR genannt) Mogadishu bezeichnet. Dort kommt es jetzt zu einer neuen Art von Problemen: So sollen mindestens zehn Flugzeuge von einem zweiten Lotsen auf derselben Frequenz kontaktiert und mit widersprüchlichen Anweisungen versorgt worden sein, berichtet die Luftraumvereinigung Ops Group.

Den Besatzungen wurden Steig- und Sinkflugfreigaben erteilt, die nicht vom Sektorlotsen stammten. Die Vorfälle wurden hauptsächlich aus dem nördlichen Teil des Luftraums von Mogadischu gemeldet. Hintergrund könnte ein Streit zwischen Somalia und der abtrünnigen Provinz Somaliland sein. Denn beide beanspruchen seit dem 13. Februar die Hoheit über das Fluginformationsgebiet Mogadishu für sich.

Grund für El-Al-Probleme?

Das Problem könnte auch hinter dem Phänomen stehen, über das Cockpitpersonal von El Al kürzlich klagte. Zwei Fliegern wurden falsche Anweisungen erteilt.

Mehr zum Thema

Flughafen Mogadischu: Somalia hat nach 30 Jahren wieder ein Klasse A Luftraum.

Nach 30 Jahren wird der Luftraum über Somalia wieder kontrolliert

Zwei Boeing 787 von Ethiopian Airlines: Die Airline wird Teil eines Deals für einen Meereszugang.

Äthiopien setzt Anteile an Ethiopian Airlines als Spielchip für Meereszugang ein

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.

Fokker 50 schiesst in Mogadishu über die Piste hinaus

ticker-somalien

Somali Airlines kehrt nach 34 Jahren zurück – mit zwei Airbus A320

Video

bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack