Zwei Boeing 787 von Ethiopian Airlines: Die Airline wird Teil eines Deals für einen Meereszugang.

Konflikt am Horn von AfrikaÄthiopien setzt Anteile an Ethiopian Airlines als Spielchip für Meereszugang ein

Äthiopien will unbedingt einen Meereszugang. Mit der abtrünnigen Region Somaliland hat das Land einen Deal geschlossen. Dabei geht es auch um Anteile an Ethiopian Airlines.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
.

Verkehrsleiter vom Dienst (m/w/d)

Memmingen
Feste Anstellung
Flughafen Memmingen GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Äthiopien ist eine Regionalmacht am Horn von Afrika. Mit einer Bevölkerung von rund 125 Millionen Menschen ist das Land das zweitbevölkerungsreichste des Kontinents und eines der fünf mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt. Und doch fehlt ihm etwas: Zugang zum Meer.

Heute liegt der wichtigste Meereszugang Äthiopiens im kleinen Nachbarland Djibouti.  Mehr als 90 Prozent des äthiopischen Außenhandels läuft über den kleinen Staat am Roten Meer. Äthiopien kommt das teuer zu stehen. Mehr als eineinhalb Milliarden Dollar zahlt das Land jährlich an Gebühren. Und der äthiopische Außenhandel wächst, was die Kosten weiter steigen lässt. Das Land sucht deshalb Alternativen.

Äthiopien sucht Alternativen

Eine Alternative ist seit 2016 der Hafen von Berbera in Somaliland. Die Republik ist offiziell kein eigener Staat, sondern eine abtrünnige Region Somalias. Und genau mit diesem De-Facto-Regime hat Äthiopien jetzt eine Absichtserklärung für einen direkten Meereszugang unterzeichnet.

Äthiopien erhält gemäß dem Vertrag die Erlaubnis, ein Gebiet von 20 Kilometern rund um den Hafen von Berbera für 50 Jahre zu pachten. Somaliland lässt sich das Stück Küste teuer bezahlen. Neben einem finanziellen Ausgleich könnte Äthiopien Somaliland diplomatisch anerkennen. Bisher hat das einzig Taiwan getan.

Somaliland winken Anteile an Ethiopian Airlines

Aber es steht noch mehr im Raum: Somaliland soll im Rahmen des Deals eine Beteiligung an Ethiopian Airlines erhalten. Unklar ist, wie hoch die Beteiligung an der staatlichen Nationalairline ausfallen könnte. Sie ist die größte Fluggesellschaft Afrikas und Mitglied bei der Star Alliance. Laut dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation besteht die Flotte aus 145 Flugzeugen, mit denen 155 Ziele weltweit bedient werden.

Die Gegenreaktion aus Somalia ließ nicht lange auf sich warten. Präsident Hassan Sheikh Mohamud hat am 6. Januar ein Gesetz unterzeichnet, das die Pläne Äthiopiens verhindern soll und Deal für nichtig erklärt. Somalia bezeichnete die Absichtserklärung als Akt der «Aggression» und als Verletzung seiner Souveränität.

Mehr zum Thema

Ethiopian Airlines sichert Finanzierung für fünf Boeing-Jets

Ethiopian Airlines sichert Finanzierung für fünf Boeing-Jets

Boeing 737 max von Ethiopian: Steht in Athen fast einen Tag am Boden.

Ethiopian bietet 737 Max zum Wet Lease an - während Aufenthalt in Athen

Boeing 777 von Ethiopian: In der Decke versteckten sich Flüchtende.

Angestellte verstecken sich für Flucht in Kabinendecke

ticker-ethiopian

Novus Aviation Capital platziert zwei Airbus A350-900 bei Ethiopian Airlines

Video

DC-8 von Samaritans Purse: Die Hilfsorganisation hat das Flugzeug ausgemustert.
Samaritan’s Purse legt die letzte in den USA registrierte DC-8 still. In den vergangenen zehn Jahren war das Flugzeug im weltweiten humanitären Einsatz. Damit endet eine Ära.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Rauch über der Dubai Air Show: Ein Militärjet ist mutmaßlich abgestürzt.
Bei der Dubai Airshow ist ein Militärflugzeug abgestürzt. Es handelt sich um eine HAL Tejas. Die Vorführung wurde unterbrochen. Der Pilot kam bei dem Absturz am Al Maktoum International Airport ums Leben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Landung der Boeing 777X nach der Vorführung: Eindrückliche Manöver.
Bei der Dubai Airshow beeindrucken nicht nur große Deals - auch die Flugmanöver zählen. In perfekt abgestimmten Vorführungen zeigen Hersteller Steigleistung, Wendigkeit und Kurzstartfähigkeiten ihrer Jets. Eine Videogalerie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin