Zwei Boeing 787 von Ethiopian Airlines: Die Airline wird Teil eines Deals für einen Meereszugang.

Konflikt am Horn von AfrikaÄthiopien setzt Anteile an Ethiopian Airlines als Spielchip für Meereszugang ein

Äthiopien will unbedingt einen Meereszugang. Mit der abtrünnigen Region Somaliland hat das Land einen Deal geschlossen. Dabei geht es auch um Anteile an Ethiopian Airlines.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office

Äthiopien ist eine Regionalmacht am Horn von Afrika. Mit einer Bevölkerung von rund 125 Millionen Menschen ist das Land das zweitbevölkerungsreichste des Kontinents und eines der fünf mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt. Und doch fehlt ihm etwas: Zugang zum Meer.

Heute liegt der wichtigste Meereszugang Äthiopiens im kleinen Nachbarland Djibouti.  Mehr als 90 Prozent des äthiopischen Außenhandels läuft über den kleinen Staat am Roten Meer. Äthiopien kommt das teuer zu stehen. Mehr als eineinhalb Milliarden Dollar zahlt das Land jährlich an Gebühren. Und der äthiopische Außenhandel wächst, was die Kosten weiter steigen lässt. Das Land sucht deshalb Alternativen.

Äthiopien sucht Alternativen

Eine Alternative ist seit 2016 der Hafen von Berbera in Somaliland. Die Republik ist offiziell kein eigener Staat, sondern eine abtrünnige Region Somalias. Und genau mit diesem De-Facto-Regime hat Äthiopien jetzt eine Absichtserklärung für einen direkten Meereszugang unterzeichnet.

Äthiopien erhält gemäß dem Vertrag die Erlaubnis, ein Gebiet von 20 Kilometern rund um den Hafen von Berbera für 50 Jahre zu pachten. Somaliland lässt sich das Stück Küste teuer bezahlen. Neben einem finanziellen Ausgleich könnte Äthiopien Somaliland diplomatisch anerkennen. Bisher hat das einzig Taiwan getan.

Somaliland winken Anteile an Ethiopian Airlines

Aber es steht noch mehr im Raum: Somaliland soll im Rahmen des Deals eine Beteiligung an Ethiopian Airlines erhalten. Unklar ist, wie hoch die Beteiligung an der staatlichen Nationalairline ausfallen könnte. Sie ist die größte Fluggesellschaft Afrikas und Mitglied bei der Star Alliance. Laut dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation besteht die Flotte aus 145 Flugzeugen, mit denen 155 Ziele weltweit bedient werden.

Die Gegenreaktion aus Somalia ließ nicht lange auf sich warten. Präsident Hassan Sheikh Mohamud hat am 6. Januar ein Gesetz unterzeichnet, das die Pläne Äthiopiens verhindern soll und Deal für nichtig erklärt. Somalia bezeichnete die Absichtserklärung als Akt der «Aggression» und als Verletzung seiner Souveränität.

Mehr zum Thema

Ethiopian Airlines sichert Finanzierung für fünf Boeing-Jets

Ethiopian Airlines sichert Finanzierung für fünf Boeing-Jets

Boeing 737 max von Ethiopian: Steht in Athen fast einen Tag am Boden.

Ethiopian bietet 737 Max zum Wet Lease an - während Aufenthalt in Athen

Boeing 777 von Ethiopian: In der Decke versteckten sich Flüchtende.

Angestellte verstecken sich für Flucht in Kabinendecke

ticker-ethiopian

Schnee und Eisregen: Boeing 777 F von Ethiopian Cargo gerät von Piste - Budapest stoppt Betrieb

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack