Embraer E175 von American Airlines: Die Fluglinie ist zufrieden mit dem Regionaljet.

USA Kleine Airlines und Flughäfen wurden bei 5G vergessen

Das 5G-Problem ist für große Fluggesellschaften gelöst. Doch in den USA sind kleine Flughäfen und Airlines weiterhin betroffen von Flugverboten bei bestimmten Bedingungen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich schien es, als sei gerade alles wieder unter Kontrolle. Nachdem ausländische Fluggesellschaften kurzzeitig Flüge in die USA stoppten, weil die 5G-Regeln im Land die Landung gewisser Flugzeugmodelle nicht zuließen, läuft nun alles wieder rund. Dies gilt zumindest für größere Flugzeuge. Die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA hat den größten Teil der Flugzeuge für den Betrieb unter den neuen Bedingungen freigegeben.

Doch die Regionalairlines fühlen sich in dem Prozess übergangen. Laut Faye Malarkey Black, der Präsidentin der Regional Airline Association RAA in den USA, sind «etwa 53 Prozent der Regionalflotte» entweder gar nicht oder nur mit eingeschränkten Genehmigungen ausgestattet. Die Folge: Sie können mehrere Flughäfen nicht bedienen, schreibt das Portal The Verge.

Regionalairlines fliegen für American und Co.

Das heißt nicht, dass die großen Fluggesellschaften nicht vom Problem betroffen sind. Denn: Die Regionalfluglinien fliegen in erster Linie für United, American, Delta und Co. auf den sekundären und tertiären Strecken. Die Regional Airline Association «erwartet nicht, dass die FAA zum jetzigen Zeitpunkt zusätzliche Änderungen vornehmen wird», so Black. Mit anderen Worten: Viele Flugzeuge, die von kleineren Fluggesellschaften eingesetzt werden, könnten bei schlechtem Wetter auf einigen Flughäfen nicht landen.

Dies ist bereits am Paine Field, einem kleinen Flughafen nördlich von Seattle im Bundesstaat Washington, geschehen. Am Montag wurden alle Flüge, die dort starten oder landen, wegen Nebels gestrichen. Bei den betroffenen Flugzeugen handelt es sich nach Angaben der Seattle Times um Embraer E175. Die Höhenmesser in diesen Flugzeugen werden nur dann freigegeben, wenn sie sich in einer bestimmten Entfernung von den Sendemasten befinden.

Andere Ausgangslage in Europa

In Flugzeugen sind neben den Druckhöhenmessern auch Höhenmesser eingebaut, die Radarwellen aussenden. Aufgrund der Zeit, welche die Wellen brauchen, um vom Boden reflektiert und zurückgesendet zu werden, kann die Flughöhe bestimmt werden. Sie kommen insbesondere in Bodennähe und im Anflug zum Einsatz. Dort liegt das Problem mit 5G.

Das 5G-Problem ist in den USA so akut, weil die Mobilfunkanbieter andere Frequenzbereiche nutzen, die näher bei denen liegen, die auch Radarhöhenmesser nutzen. In Europa ist zudem generell die Sendeleistung geringer. Gegenüber Frankreich, wo es ebenfalls Pufferzonen gibt, beträgt die Differenz zum Beispiel 60 Prozent.

Antennen in Frankreich nach unten geneigt

Daneben werden in Frankreich Antennen bei Flughäfen nach unten geneigt und anders platziert, um mögliche Störungen des Flugverkehrs zu verringern, wie die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA festhält.

Grafik: FAA

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Emirates: Flüge an viele Airports in den USA gestoppt.

Airlines stoppen Flüge in die USA wegen 5G

Flugzeuge nutzen Radiohöhenmeter. Diese können von 5G-Wellen gestört werden.

Wie gefährlich ist 5G für Flugzeug-Höhenmesser wirklich?

Airbus und Boeing machen sich Sorgen wegen 5G

Airbus und Boeing machen sich Sorgen wegen 5G

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies