Frischluft: Sie kann mit Öldämpfen verunreinigt sein.

Verdacht auf giftige DämpfeFlugbegleiter in A380 waren wie «weggetreten»

Ein Airbus A380 von British Airways musste im Herbst in Vancouver landen. Nun ist klar, weshalb. Die Crew soll Mühe gehabt haben, sich zu konzentrieren und habe verwirrt und vergesslich gewirkt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am 25. Oktober landete ein Airbus A380 von British Airways auf dem Weg von London nach San Francisco außerplanmäßig in Vancouver. Damals hieß es, mehrere Mitglieder der Besatzung hätten sich krank gefühlt. Näheres war nicht zu erfahren. Man untersuche den Vorfall, hieß es damals von der Fluggesellschaft lediglich. Nun weiß man mehr.

Der Bericht eines erfahrenen Flugbegleiters zum Vorfall offenbart, worum es beim Vorfall auf Flug BA286 genau ging. 22 Besatzungsmitglieder wurden nach der Landung in Vancouver ins Krankenhaus gebracht. Zwölf von ihnen zeigten gemäß den Notizen des Stewards an Bord abnormales Verhalten, wie die Zeitung The Sunday Times schreibt. Sie hätten sich «schwindelig und benommen» gefühlt und Symptome wie «Kopfschmerzen, Übelkeit, gerötete Augen und metallischen Geschmack im Mund» gezeigt.

Einige Flugbegleiter arbeiten bis heute nicht

Das sei jedoch nicht das Schlimmste gewesen, so der erfahrene Flugbegleiter. Gewisse seiner Kollegen hätten Mühe gehabt, sich zu konzentrieren, seien verwirrt und vergesslich gewesen und hätten kein normales Gespräch mehr führen können. Viele hätten wie «weggetreten» gewirkt. Die Piloten im Cockpit und einige Stewardessen auf dem Oberdeck benutzen deshalb die Sauerstoffgeräte, was die Symptome linderte. Gemäß dem Zeitungsbericht waren einige der Mitarbeiter von Flug  BA286 auch nach der Rückkehr nach Großbritannien nicht gesund, einige hätten ihre Arbeit bis heute noch nicht wieder aufgenommen.

Die Gewerkschaft Unite beschuldigt giftige Dämpfe. Man frage sich, weshalb die Fluglinie den Vorfall herunterspiele, so ein Sprecher. Man könne den Fakt verschmutzter Kabinenluft nicht länger ignorieren. British Airways erklärt jedoch in einer Stellungnahme, man habe trotz intensiver Tests auch auf dem Rückflug keinen Defekt feststellen können.

Harmlos oder gefährlich?

Die Atemluft in der Kabine und im Cockpit wird bei den meisten modernen Flugzeugen außer beim Dreamliner ungefiltert über die Triebwerke gewonnen – bei Boeing, Airbus und den anderen Herstellern. Der Fachausdruck dafür heißt Zapfluft. Verbrennt Triebwerksöl, kann es sein, dass giftige Dämpfe entstehen, die in den Passagierraum gelangen. Es entsteht das Nervengift TCP.

Mehr zum Thema

Turbine von General Electric: Quelle der Kabinenluft.

«Fluglinien scheren sich nicht»

ticker-british-airways

Wartungspanne legt Boeing 787 von British Airways lahm

Kabinencrew von British Airways: Wer das Personal heimlich filmt, dem drohen Strafen.

Wer bei British Airways heimlich filmt, fliegt nie mehr mit

ticker-british-airways

British Airways nimmt wieder Flüge nach Australien auf

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies