Boeing 757 von Icelandair nach dem Vorfall in Keflavik: Ermittler vermutet Einbau von falschen Schraub-Bauteils.

Vorfall mit Boeing 757 von IcelandairFahrwerk knickte wohl wegen falscher Mutter ein

Im Februar knickte in Keflavik das Fahrwerk eine Boeing 757 von Icelandair bei der Landung ein. Ermittler vermuten, dass das Fehlen einer Mutter das Bauteil kollabieren lies.

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Der Vorfall vom 7. Februar ging für die 166 Passagiere von Flug FI529 von Berlin-Tegel nach Keflavik glimpflich aus: Bei der Landung knickte das rechte Hauptfahrwerk der Boeing 757-200 von Icelandair ein. Das rechte Triebwerk schrammte infolgedessen den Boden entlang - es bildeten sich Funken und Rauch. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Jetzt liegt ein erster Zwischenbericht der isländischen Untersuchungsbehörde RNSA vor. Es herrschten im Zeitpunkt der Landung der Boeing 757 schwierige Bedingungen mit Windgeschwindigkeiten bis 42 Knoten (etwa 78 Kilometer pro Stunde). Hinzu kamen Böen von bis 56 Knoten (etwa 103 Kilometer pro Stunde) von schräg vorne. Während des Anfluges kam es daher zu «erheblichen Turbulenzen».

Bauteil fehlte nach Vorfall

Nachdem das Flugzeug nach einem normalen Abfangen des Endanflugs zuerst mit dem rechten Hauptfahrwerk, dann mit dem linken aufsetzte, waren laut der Behörde metallische Bruchgeräusche zu hören. Als sich die Nase des Flugzeuges senkte, sackte die Boeing 757 zur rechten Seite ab. Anschließend berührte das Gehäuse des rechten Triebwerks den Boden.

Bei der Untersuchung vor Ort stellten die Ermittler fest, dass an einem Gelenk des rechten Hauptfahrwerk bei einer Schraubverbindung eine Mutter fehlte. Die Behörde vermutet, dass eine Mutter mit falscher Baugröße verbaut wurde, was zu dem Kollabieren des Fahrwerks geführt hat.

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