Bryan Bedford, Flugzeuge von Republic Airways: Der FAA-Chef steht unter Druck.

Bryan BedfordVom Airline-Chef zum Aufseher - und doch weiterhin Aktionär von Republic Airways

Schon seine Ernennung war umstritten. Nun gerät FAA-Chef Bryan Bedford erneut unter Druck: Trotz Zusage an den Kongress hat er seine Beteiligung an Republic Airways nicht abgestoßen – und profitiert vom rasanten Wertzuwachs.

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Schon als er ernannt wurde, gab es heftigen Widerstand. Als Präsident Donald Trump im März Bryan Bedford als neuen Chef der Federal Aviation Administration FAA vorschlug, wurden umgehend kritische Stimmen laut. Als Chef von Republic Airways sei er zu sehr Vertreter der Fluggesellschaften - also jener Unternehmen, die er als Chef der Luftfahrtbehörde künftig beaufsichtigen solle, hieß es.

Später wurde bekannt, dass Bedford jahrelang angab, eine kommerzielle Pilotenlizenz zum Fliegen ein- und mehrmotoriger Flugzeuge besitze - was nicht stimmte. Zudem machte er sich mit Aussagen zur Reduzierung der Ausbildungsstunden für Pilotinnen und Piloten und zum Ein-Personen-Cockpit Feinde. «Der nächste Leiter der US-Luftfahrtbehörde darf in Sachen Flugsicherheit keine zurückhaltende Haltung einnehmen», sagte die demokratische Senatorin Maria Cantwel. Er müsse die Behörde «so führen, dass Amerika weiterhin der Goldstandard für Flugsicherheit bleibt».

FAA-Chef Bryan Bedford verkaufte seine Aktien nicht

Dennoch wurde Bedford im Juli vom Kongress bestätigt. Nun sorgt der FAA-Chef aber erneut für Kontroversen. Bei der Kongress-Anhörung im Juli hatte er versprochen, er werde alle seine Republic-Airways-Aktien innerhalb von 90 Tagen nach Amtsantritt verkaufen. Immerhin soll der Wert des Pakets laut einem Senatskomitee zwischen 6 und 30 Millionen Dollar betragen.

Bis am 8. Oktober hätte Bedford also seine Beteiligung auf null reduziert haben sollen. Doch das tat er nicht. Im Dezember wurde das bekannt. Das ist besonders heikel, weil Republic Airways im November die Übernahme von Mesa Air abschloss. Der FAA-Chef ist also inzwischen Aktionär einer noch größeren Gruppe mit einer Flotte von 310 Embraer-Jets. Damit führt sie für United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines täglich mehr als 1300 Flüge durch.

Republic Airways nahm seit Amtsantritt deutlich an Wert zu

Doch es passierte noch mehr: In den vergangenen Wochen haben sich die drei Kundinnen maßgeblich an Republic Airways beteiligt. United hält nun 18 Prozent, Delta 14 Prozent und American 21 Prozent an der Wet-Lease-Airline. Seit Bedfords Ernennung ist der Aktienkurs um mehr als ein Drittel angestiegen.

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