Medikamente: Nicht immer eine gute Idee.

Das Risiko durch Medikamente

Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente können Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit von Piloten haben. Experten warnen nun davor.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es sind beunruhigende Zahlen. Zwischen 2004 und 2008 standen 42 Prozent der Piloten, die in tödliche Unfälle in den USA verwickelt waren, unter dem Einfluss von Medikamenten. Das zeigen Zahlen der amerikanischen Behörde Federal Aviation Administration. Eine weitere Arbeitsgruppe untersuchte Zwischenfälle bei Start und Landung in den Jahren 2001 bis 2010. In den Flugphasen, in denen man am meisten Konzentration brauche, seien Medikamente häufig ein störender Faktor gewesen, so die FAA und elf weitere Branchenverbände und Behörden.

Sie wandten sich nun mit einem Schreiben an alle in den USA registrierten Piloten. Unterzeichnet ist es unter anderem von FAA-Chef Michael Huerta. Die Verfasser sind besorgt, dass Piloten zu oft auf Selbstmedikation setzen und dabei nicht an Nebenwirkungen von Medikamenten denken. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass vor allem Antiallergika die Reaktions- oder Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen können. Diphenhydramin, ein Antihistamin, sei besonders oft im Blut der Piloten gewesen, wenn es zu Zwischenfällen kam.

Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente

Kritisch an der Sache: Diese Wirkstoffe sind auch in Medikamenten erhalten, die nicht verschreibungspflichtig sind. «Viele Piloten verstehen nicht ganz, dass auch diese Mittel Nebeneffekte haben können», heißt es in dem Brief. Wenn man vor einem Flug Medikamente nehme, solle man sich daher unbedingt mit einem Arzt absprechen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Die Verfasser empfehlen die Im-Safe-Checkliste der FAA. Vor jedem Flug soll man anhand dieser sechs Kriterien entscheiden, ob man physisch und psychisch in der Lage ist, den Flug zu absolvieren. Illness, Medication, Stress, Alcohol, Fatigue, Emotion – also Krankheit, Medikamente, Stress, Alkohol, Müdigkeit und Emotionen. Nur wenn Piloten das alles im Griff hätten, sollten sie auch abheben.

Mehr zum Thema

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

ticker-usa

Druck auf Donald Trump steigt, das Rentenalter für Pilotinnen und Piloten auf 67 Jahre zu erhöhen

Cockpit in der Nacht: Wie sind Pilotinnen und Piloten angestellt?

Ein Urteil mit Folgen: Scheinselbstständigkeit bringt Luftfahrt in Bedrängnis

Helvetic Airways Bern-Monastir-27

Was Pilotinnen und Piloten beim Anflug auf Bern alles beachten müssen

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg