Pilot Zaharie Ahmad S.: Er flog per Simulator in eine ähnliche Richtung

AbschlussberichtDas Rätsel der MH370-Simulatorflüge

Der Abschlussbericht zu Flug MH370 gibt wenig Klarheit über die Absturzursache der Maschine von Malaysia Airlines. Er beschäftigt aber eingehend mit den Testflügen des Flugkapitäns.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

MH370 ist die Titanic der Luftfahrt – nur ohne Wrack. Was beide Unglücke gemeinsam haben, sind die Rätsel, die sie umranken. Nichts macht das deutlicher als der Abschlussbericht zu Flug MH370 vom 8. März 2014. Auf 440 Seiten werden alle Anhaltspunkte auseinandergenommen, alle Parameter geprüft, nur um zum Schluss zu kommen: Konkrete Hinweise darauf, wo sich das Wrack der verschwundenen Boeing 777-200 von Malaysia Airlines befindet, gibt es nicht.

Eine Frage, die im Abschlussbericht des Australian Transport Safety Bureau ATSB wieder aufgegriffen wird, ist die nach der Rolle des Flugkapitäns. Schon kurz nach dem Verschwinden des Flugzeugs war bekannt geworden, dass er auf einem Flugsimulator zu Hause ähnliche Routen geübt hatte wie die, die man als finalen Flug von MH370 vermutet. Doch die Theorie eines erweiterten Selbstmordes wurde von den Behörden schnell ad acta gelegt.

Genaue Route

Nun scheint sie wieder mehr Berechtigung zu erhalten. Im Abschlussbericht zeigen die Ermittler genau auf, was der Pilot auf dem Simulator übte. «Sechs Wochen vor dem Zwischenfall hatte der Kapitän seinen Simulator genutzt, um eine Route zu fliegen, die der Route von MH370 ähnlich war», heißt es. Sie habe entlang der Straße von Malacca und dann links in Richtung des südlichen Indischen Ozeans geführt.

Das habe den Ermittlern auch Anlass gegeben, das Suchgebiet im Meer so festzulegen, wie sie es schlussendlich taten. Das alles klingt ziemlich besorgniserregend – war aber von Malaysias Transportministerium heruntergespielt worden. Im Simulator seien «tausende Destinationen» eingegeben worden, hieß es damals. Einige der geflogenen Routen wurden auch gelöscht.

Viele Ähnlichkeiten

Das ATSB nahm die Inputs des Simulators aber offenbar ernst. Sie haben den Pfad im Bericht genau wieder gegeben. Das Flugzeug, das der Kapitän im Simulator nutzte, war eine Boeing 777-200 LR. Flug MH370 war eine Boeing 777-200 ER. Der fragliche Simulatorflug startete ebenfalls in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Danach könne man verfolgen, wie er das Flugzeug die Straße von Malakka entlang gesteuert habe.

Danach wird es verstörend, denn: Im Simulator ist erkennbar, dass das Flugzeug so lange flog, bis es kein Kerosin mehr hatte. Und dann sind die Daten nicht mehr vereinbar mit MH370, so die Ermittler, denn: Bei der letzten Dateneingabe sei das Flugzeug im Simulator rund 7800 Kilometer geflogen. «Das war weiter, als der Treibstoff an Bord von MH370 gereicht hätte», heißt es. Zudem sei der Pfad nicht mit dem Weg vergleichbar gewesen, den die Ermittler basierend auf Satellitendaten errechnet hatten.

Suche eingestellt

All das ist nur ein Teil des riesigen Berichtes. Umso verstörender ist noch einmal das Ergebnis, zu dem die Ermittler kommen: Ohne das Wrack sei es unmöglich, einen Absturzgrund zu definieren. Und die Suche nach dem Wrack ist bis auf Weiteres eingestellt.

Mehr zum Thema

Strömungsmodell: Der Bereich innerhalb der magentafarbenen Linien wurde per Sonar abgesucht. Die weiße Linie zeigt an, wo MH370 abgestürzt sein könnte. Die Punkte symbolisieren Trümmerteile, die bis zum 23. März 2014 teilweise zu den Orten der Satellitenaufnahmen, vor allem PHR4, gedriftet seien könnten.

Neue Hinweise auf die Position von MH370

Flügelklappe der abgestürzten Boeing 777:

Die widersprüchlichen Theorien zu MH370

Zaharie Ahmad Shah: Wieder Hauptverdächtiger im Rätsel um Flug MH370.

Pilot übte Flug nach Süden

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin