Boeing 737 im Sturzflug: China hält den Abschlussbericht geheim.

Flug MU5735Absturz der Boeing 737 von China Eastern: Neue Daten deuten auf Abschalten der Triebwerke hin

Neue Erkenntnisse zum Absturz von Flug MU5735: China hält den Absturzbericht weiter geheim. Doch Daten der US-Behörde NTSB zeigen, dass bei der Boeing 737 von China Eastern Airlines offenbar beide Triebwerke kurz vor dem Crash abgeschaltet wurden.

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Beim Absturz einer Boeing 737-800 von China Eastern Airlines im März 2022 könnte ein gezieltes Eingreifen im Cockpit eine zentrale Rolle gespielt haben. Dies war bisher vermutet worden. Gewissheit gab es aber nicht, weil die chinesischen Behörden keinen Bericht zum Unglück von Flug MU5735 freigaben. Wie nun veröffentlichte Unterlagen des National Transportation Safety Board NTSB zeigen, wurden kurz vor dem Aufprall offenbar beide Triebwerke über die entsprechenden Treibstoffschalter nahezu gleichzeitig abgeschaltet.

Die Behörden der USA sind involviert, weil ein Flugzeug eines amerikanischen Herstellers verunglückte. Unmittelbar danach sei der Autopilot deaktiviert worden. Anschließend sei das Steuer der Boeing 737 so bewegt worden, dass sie in einen unkontrollierten Sturzflug überging. Diese Abfolge lasse sich kaum anders als durch ein bewusstes Handeln erklären, heißt es in den Dokumenten, über die das Portal One Mile at a Time berichtet.

Kein Notruf auf Flug MU5735

Flug MU5735 war am 21. März 2022 von Kunming nach Guangzhou unterwegs. Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen B-1791 verlor über bergigem Gelände nahe Wuzhou plötzlich massiv an Höhe und schlug mit hoher Geschwindigkeit auf. Alle 132 Menschen an Bord kamen ums Leben. Auffällig war schon früh, dass es keine Hinweise auf technische Probleme gab. Auch ein Notruf wurde nicht abgesetzt. Erste Daten zeigten vielmehr, dass das Flugzeug exakt auf Steuerbefehle reagierte.

Die Untersuchung liegt bei der chinesischen Luftfahrtbehörde. Diese hat bisher jedoch nur sehr begrenzt Informationen veröffentlicht. Zuletzt erklärte sie sogar, ein Abschlussbericht werde nicht publiziert, da dies die nationale Sicherheit und soziale Stabilität gefährden könnte. Die nun bekannt gewordenen Daten stammen dagegen aus einer Anfrage an die US-Behörden nach dem Informationsfreiheitsgesetz.

Parallelen zu anderen Unglücken

Bereits früher hatten Hinweise darauf hingedeutet, dass jemand im Cockpit das Flugzeug absichtlich in den Sturzflug gebracht haben könnte. Wer sich zu diesem Zeitpunkt im Cockpit befand, ist bis heute nicht offiziell bestätigt.

Der Absturz weist Parallelen zu früheren Fällen auf, bei denen Piloten Maschinen gezielt zum Absturz brachten. Solche sogenannten erweiterten Suizide sind in der Luftfahrt äußerst selten, kommen aber doch vor. Dennoch gab es auch in der Luftfahrt bereits einige Fälle. Der bekannteste war der Absturz von Flug 4U9525 von Germanwings in den französischen Alpen, bei dem der Kopilot den Crash willentlich verursachte, und so den Tod von 149 weiteren Menschen.

Auch bei LAM und Egypt Air Fälle

Gleiches passierte bei einem Flug von LAM Linhas Aéreas de Moçambique mit einer Embraer 190 im Dezember 2013 über Namibia. Auch bei Egypt-Air-Flug MS990 von 1999 oder Flug MI185 von Silk Air von 1997 gilt Freitod als wahrscheinliche Ursache.

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Mit Freunden, Verwandten oder mit jemandem, der anonym für Sie da ist - etwa die Telefonseelsorge in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.

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