Unglücksflug MU573510 Kilometer vom Unfallort entfernt gefundenes Teil gibt Rätsel auf

Noch immer halten Suchtrupps nach Trümmerteilen der Boeing 737 von China Eastern Ausschau, die auf dem Weg nach Guangzhou abstürzte. Vor allem ein gefundenes Stück gibt Rätsel auf.

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Drei Tage nachdem die Boeing 737-800 von China Eastern Airlines auf dem Weg von Kunming nach Guangzhou abstürzte, treffen immer mehr Angehörige an der Unglücksstelle ein, um Abschied zu nehmen. 132 Menschen haben beim Crash ihr Leben verloren. Viele der Verwandten tragen Tontöpfe bei sich und füllen sie mit Erde vom Gelände als Erinnerung an die verlorenen Liebsten.

Die Suchtrupps haben inzwischen neben Leichenteilen auch 101 Überreste von persönlichen Gegenständen der 123 Fluggäste und neun Besatzungsmitglieder gefunden. Auch Stücke des zerschellten Flugzeuges sammeln sie laufend ein. Dazu gehören Teiles des Fahrwerks und der Verschalung des Triebwerks. Einige weisen offenbar Spuren eines Feuers auf.

Chip des Cockpit-Stimmenrekorders muss repariert werden

Doch bei der Suche stoßen die Trupps auf Schwierigkeiten. Nicht nur ist das Gelände nahe der Stadt Wuzhou hügelig und bewaldet. Auch liegen die Überreste weit herum verstreut. Gemäß dem Rettungsdienst von Guangxi wurde ein 1,3 Meter langes Trümmerstück, das vermutlich von dem Flugzeug stammt, mehr als 10 Kilometer von der Absturzstelle entfernt gefunden. Unklar ist noch, ob es wirklich von der Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen B-1791 stammt und wenn ja, wie es soweit weg vom Rest des Fliegers zu liegen kam.

Die chinesischen Behörden haben deshalb den Suchradius ausgeweitet. Neu suchen sie statt auf einer Fläche von 43.000 auf einer von 200.000 Quadratmeter. Die gefundene erste Blackbox enthielt den Cockpit-Stimmenrekorder. Sie war äußerlich stark beschädigt, der Chip, der die Daten enthält, wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Er muss jetzt erst repariert werden, bevor er ausgelesen werden kann. Sein Inhalt wird den Ermittlern sagen, was die Piloten miteinander diskutierten, bevor es zum Unglück kam und während der fatale Sturzflug stattfand.

Sturzflug nur kurz unterbrochen

Die Boeing 737 ging plötzlich in einen Sinkflug übe rund sank von rund 29.000 Fuß auf 7425 Fuß - von 8000 Meter über Meereshöhe auf 2263 Meter. Danach stieg sie wieder kurz auf 8600 Fuß, bevor sie zerschellte. Dies zeigen Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar.

Noch nicht gefunden ist die zweite Blackbox, die den Flugdatenschreiber enthält. Sie zeichnet wichtige Parameter des Fluges auf. Auch das gibt den Ermittlern Hinweise darauf, wie es zum Unglück gekommen ist.

Erfahrene Piloten an Bord

An Bord befanden sich drei Piloten. Der Kapitän (32) wies 6709 Flugstunden auf, der Kopilot (59), der früher auf anderen Mustern geflogen ist, sogar 31.769. Daneben befand sich ein junger Pilot an Bord mit 556 Stunden. «Nach allem, was wir wissen, waren die Leistungen der drei Piloten gut und ihr Familienleben relativ harmonisch», erklärte ein Sprecher von China Eastern.

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