Boeing 777 von Malaysia Airlines: Funksignal verloren.

Boeing 777 ist wohl ins Meer gestürzt

Eine Maschine von Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord stürzte wohl ins Südchinesische Meer. Das Wrack wurde noch immer nicht gefunden.

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Zuerst gab es noch Hoffnung. Es kamen Gerüchte auf, das Flugzeug von Malaysia Airlines könnte in der südchinesischen Stadt Nanming notgelandet sein. Doch diese Angaben bestätigten sich nicht. Und später erklärte ein vietnamesischer General gemäß einer lokalen Nachrichtenagentur, er habe Schiffe zur Absturzstelle in der Nähe der Insel Tho Chu vor der Küste Vietnams geschickt. Inzwischen suchen auch Rettungskräfte aus Malaysia und Singapur nach der Boeing 777-200. Offiziell gilt sie immer noch als vermisst.

Flug MH370 startete um 0:41 Uhr in der Nacht auf Samstag (8. März) in Kuala Lumpur. An Bord der zwölfjährigen Boeing 777-200 von Malaysia Airlines befanden sich laut Angaben der Fluggesellschaft 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Sie sollten um 6:30 Uhr in Peking ankommen. Die Angehörigen der Passagiere warteten aber vergebens. Den chinesischen Luftraum hat die Maschine laut den Behörden nie erreicht.

Plötzlich brach der Funkkontakt mit der Boeing 777 ab

Um 2.40 Uhr verlor die Flugaufsicht des Flughafens Kuala Lumpur Subang den Kontakt zum Flugzeug mit dem Kennzeichen 9M-MRO, wie Malaysia Airlines bestätigt. Einen Notruf haben die Piloten nicht ausgesandt. Verschiedene Medien berichten, dass Radardaten darauf hindeuten, dass die Maschine schnell und steil in Richtung Meer stürzte. Zuvor könnte sie versucht haben umzudrehen. Den Fluglotsen teilten die Piloten dies aber nicht mit. Noch bestätigen chinesische und malaysische Behörden das nicht.

Laut den vietnamesischen Rettungskräften wurden inzwischen immerhin zwei große Ölflecke im Meer entdeckt. Sie sollen sich etwa 140 Kilometer südlich der Insel Tho Chu befinden - etwa dort also, wo die Maschine zuletzt Funkkontakt hatte. Die beiden Flecke sind 10 respektive 15 Kilometer lang und liegen 500 Meter auseinander. Die Behörden vermuten, dass es sich um Kerosinflecke handelt.

Bislang war der Asiana-Crash der schlimmste

Eine gute Nachricht kam später aus dem österreichischen Außenministerium. Ein Österreicher der an Bord gewesen sein soll, ist wohlauf und zu Hause. Ihm war vor zwei Jahren in Thailand der Pass gestohlen worden. Auch ein Italiener, der auf der Passagierliste stand, war nicht an Bord. Ihm war ebenfalls der pass gestohlen worden. Das schürte umgehend Gerüchte über einen möglichen terroristischen Hintergrund.

Andere brachten ins Spiel, dass die betroffene Boeing 777 von Malaysia Airlines 2012 am Boden in eine Kollision verwickelt war. Am 9. August stieß sie in Schanghai mit einer Maschine von China Eastern zusammen. Dabei wurde die Spitze der Tragfläche stark beschädigt.

Erst drei Totalverluste von Boeing 777

Was auch immer der Grund sein mag: Wenn sich das schlimmste Szenario bewahrheiten sollte, wäre es der mit Abstand schlimmste Unfall einer Boeing 777 in der Geschichte. Bislang hält Unglücksflug OZ214 von Asiana diesen traurigen Rekord. Beim verunglückten Landeanflug auf San Francisco kamen vergangenen Sommer drei Menschen ums Leben.

Totalverluste gab es sonst mit dem Langstreckenflieger neben OZ214 erst zwei weitere. 2008 setzte eine Boeing 777 von British Airways in London Heathrow zu früh auf. Niemand kam dabei ums Leben. Der Jet wurde aber total zerstört. 2011 kam es am Flughafen von Kairo im Cockpit einer startbereiten B777 von Egypt Air zu einem Feuer. Passagiere und Crew kamen nicht zu Schaden. Das Flugzeug aber war danach nicht mehr zu gebrauchen.

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