Es passierte rund 103 Kilometer unter der Erdoberfläche bei der Kleinstadt San José del Palmar im Westen Kolumbiens. Die Nazca-Platte und die südamerikanische Platte gerieten dort aneinander und lösten am Montagmorgen (10. August) um 7:34 Uhr Ortszeit ein Erdbeben von 7,4 auf der Momenten-Magnituden-Skala aus. Das entspricht einem sehr schweren Beben. Tausende Häuser in der betroffenen Region sind eingestürzt oder beschädigt worden, die Behörden melden bisher 110 Tote.
Auch der Luftverkehr spürt die Folgen des verheerenden Bebens. Sieben Flughäfen in Kolumbien wurden durch die Naturkatastrophe in Mitleidenschaft gezogen. Das meldet die kolumbianische Zivilluftfahrtbehörde Kolumbiens. «Nach dem Erdbeben, das heute Morgen in Kolumbien registriert wurde, gibt es derzeit Beeinträchtigungen an verschiedenen Flughäfen», teilte die Aeronáutica Civil mit.
Flughafen von Pereira stark beschädigt
In ihrem ersten Bericht hatte die Aeronáutica Civil Beeinträchtigungen am Flughafen von Pereira (rund 2,5 Millionen Passagiere pro Jahr) sowie an den kleineren regionalen Airports Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura gemeldet. «Aus Sicherheitsgründen bleibt der Flugbetrieb an diesen Flughäfen eingestellt, bis mögliche strukturelle Schäden an der Infrastruktur untersucht worden sind.» Bilder vom Aeropuerto Internacional Matecaña in Pereira, der die Kaffeeanbauregion bedient, zeigen eingestürzte Decken und ein völlig verwüstetes Terminal.
Inzwischen hat die Behörde auch mitgeteilt, dass der Betrieb am Flughafen von Cali eingestellt ist. Als Vorsichtsmaßnahme bleibe der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt, während der Zustand der Flughafeninfrastruktur überprüft werde, so die Aeronáutica Civil. Sie empfiehlt den Passagieren, sich direkt bei ihren Fluggesellschaften über den Status ihrer Flüge zu informieren und die offiziellen Informationskanäle zu verfolgen.
Im Juni traf es Venezuela
Am 24. Juni war bereits Venezuela innerhalb von nur 39 Sekunden von einem verheerenden seismischen Doppelbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschüttert worden. Es löste schwerste Zerstörungen und eine immense humanitäre Krise aus. Offiziell wurden 6125 Todesopfer bestätigt und mehr als 16.700 Menschen als verletzt gemeldet. Über 800 Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Der Flughafen Caracas hat erst am 5. August seinen Betrieb wieder aufgenommen.
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