Das Wrack der Boeing 737: Neue Details bekannt.

Laut StaatsanwaltschaftBoeing 737 in Litauen stürzte vermutlich durch menschliches Versagen ab

Der Swiftair-Jet war im Auftrag von DHL unterwegs, als er im vergangenen November in Vilnius abstürzte. Jetzt äußert sich die Generalstaatsanwaltschaft zur vermuteten Unglücksursache.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es war ein Flugzeugabsturz, bei dem zum Glück nur ein Mensch ums Leben kam: Am 25. November 2024 verunglückte die Boeing 737-400 SF mit dem Kennzeichen EC-MFE der spanischen Swiftair im Anflug auf Landebahn 19 des Flughafens Vilnius. Der Frachter war im Auftrag von DHL unterwegs und kam aus Leipzig.

Rund 1,6 Kilometer vor der Landebahn stürzte der Umbaufrachter ab und krachte in ein Wohnhaus in der Nähe des Flughafens. Die litauischen Behörden meldeten anschließend den Tod eines Piloten. Er war spanischer Staatsbürger. Der zweite Pilot und die beiden weiteren Besatzungsmitglieder - es handelte sich um Männer mit litauischem, deutschen und spanischem Pass - überlebten verletzt.

Klappen und deren Hydrauliksystem im Fokus

Am Mittwoch (26. März) hat sich nun die litauische Generalstaatsanwaltschaft zu den Ermittlungen geäußert. Man habe Erkenntnisse gewonnen aus in Litauen durchgeführten Befragungen, aus Inspektionen am Unfallort, aus Aufnahmen der Flugschreiber und aus anderen Datenquellen.

Durch die Zusammenführung und Analyse dieser Erkenntnisse «wurde festgestellt, dass der Absturz des Flugzeugs wahrscheinlich durch die Deaktivierung des für das Ausfahren der Klappen zuständigen Hydrauliksystems verursacht wurde, was zum Absturz des Flugzeugs geführt haben könnte», so die Behörde. Andere Unfalltheorien seien durch die Untersuchung widerlegt worden.

«Vermutlich durch menschliches Versagen verursacht»

Die Staatsanwaltschaft erklärte, sie habe die zuständigen spanischen Behörden ersucht, auf der Grundlage einer Europäischen Ermittlungsanordnung Ermittlungsmaßnahmen durchzuführen. So soll der Piloten des Flugzeugs, der sich in Vilnius in ärztlicher Behandlung befindet, vorgeladen und vernommen werden. «Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Umstände des Flugzeugabsturzes, der nach den derzeit vorliegenden Informationen vermutlich durch menschliches Versagen verursacht wurde, eingehend zu untersuchen», so die Staatsanwaltschaft.

Mehr zum Thema

Boeing-737-Absturz: Bisher keine Hinweise auf Sabotage

Boeing-737-Absturz: Bisher keine Hinweise auf Sabotage

Nach Boeing-737-Unglück wird Instrumentenlandesystem überprüft

Nach Boeing-737-Unglück wird Instrumentenlandesystem überprüft

Boeing 737 F von Swiftair flog bei Anflug auf Vilnius wohl zu niedrig

Boeing 737 F von Swiftair flog bei Anflug auf Vilnius wohl zu niedrig

Die Boeing 737 der Niederlande: Was passiert mit der PH-GOV?

Aus für Boeing 737 bei KLM zwingt Niederlande zur Anschaffung eines neuen Regierungsjets

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies