EC-MFEBoeing 737 F von Swiftair flog bei Anflug auf Vilnius wohl zu niedrig

Weshalb ist die Boeing 737 F in Vilnius abgestürzt? Schnell kam der Verdacht auf, es könne ein Anschlag gewesen sein. Doch die litauischen Behörden entwarnen. Sie suchen anderswo.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Es hätte in einer Katastrophe enden können. Doch nach aktuellen Angaben ist beim Absturz der Boeing 737-400 SF von Swiftair in Vilnius nur eine Person ums Leben gekommen. Die litauischen Behörden meldeten den Tod eines Piloten. Er war spanischer Staatsbürger. Der zweite Pilot und die beiden weiteren Besatzungsmitglieder - es handelte sich um Männer mit litauischem, deutschen und spanischem Pass  - überlebten verletzt.

Die Boeing 737 mit dem Kennzeichen EC-MFE von Swiftair war am Montagmorgen (25. November) im Auftrag von DHL in Leipzig gestartet. Sie befand sich kurz vor halb sechs Uhr morgens im Anflug auf Landebahn 19 des Flughafens Vilnius. Doch rund 1,6 Kilometer vor der Landebahn stürzte sie ab. Offenbar schlitterte der Umbaufrachter zuerst dem Boden entlang und krachte dann in ein zweistöckiges Wohnhaus in der Nähe des Flughafens, in dem 14 Menschen lebten.

Deutlich unter ILS-Gleitpfad

Wie das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald berichtet, befand sich die Boeing 737 von Swiftair beim ILS-Anflug auf die Piste rund 26 Meter unterhalb des Gleitpfades auf einer Höhe von noch rund 77 Metern - sie flog also zu niedrig. Aufnahmen einer Webcam zeigen den Flieger, wie Flug QY-5960 sehr tief über Bäume und Häuser hinweg fliegt und dann plötzlich nach links kippt. Erhärtet sind diese Informationen bisher aber nicht.

Doch es gibt zumindest Hinweise darauf, dass aus irgendeinem Grund ein Fehler passiert ist. Die litauischen Behörden hatten in einer ersten Stellungnahme bereits erklärt, in Richtung technischen oder menschlichen Versagens zu ermitteln. Sie hatten aber zuerst nichts ausgeschlossen, auch nicht die Möglichkeit eines terroristischen Aktes.

Wohl keine externe Einwirkung

Doch am Montagnachmittag sagte Polizeikommissar Arūnas Paulauskas, es gebe keine Hinweise auf äußere Einwirkung. «Die erste Einschätzung ist, dass das Flugzeug nicht abgestürzt, sondern gelandet ist, und es gibt keine sichtbaren Hinweise auf äußere Schäden. Nach den ersten Angaben gibt es keine Hinweise darauf, dass im Inneren des Flugzeugs etwas passiert ist», zitiert ihn das Portal Delfi. Es habe keinen Brand oder keinen Rauch an Bord gegeben. Und die Kommunikation an Bord sei ganz normal gewesen.

Die Hypothese mit dem terroristischen Akt kam auch auf, weil im Sommer in DHL-Vertriebszentren in Leipzig und Birmingham Brandsätze gefunden wurden. Sie waren in Litauen aufgegeben worden und hatten Nordamerika als Ziel. Die Attentatsversuche wurden russischen Saboteuren zugerechnet.

Mehr zum Thema

Boeing 737 F von Swiftair in Vilnius abgestürzt

Boeing 737 F von Swiftair in Vilnius abgestürzt

Swiftair mietet zwei Airbus-A321-Umbaufrachter

Swiftair mietet zwei Airbus-A321-Umbaufrachter

Flugzeuge von DHL Express: In Massagegeräten versteckter Sprengstoff sollte an Bord von Frachtern gelangen.

Russland steckt wohl hinter geplanten Anschlägen auf Jets von DHL Express

Embraer E170 von Lot: Sie blockiert die Piste.

Embraer E170 von Lot rutscht in Vilnius von der Piste - Flughafen geschlossen

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies