ATR 42 mit dem Kennzeichen PK-THT: Dieses Flugzeug stürzte ab.

In Schlucht gestürztATR 42-500 in Indonesien abgestürzt

In Indonesien ist eine ATR 42 verunglückt. Das 25 Jahre alte Flugzeug, das im Auftrag eines Ministeriums unterwegs war, kollidierte mit einem Berg.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

In Indonesien ist eine ATR 42-500 während des Landeanflugs abgestürzt. Der Kontakt zu dem Turbopropflugzeug mit dem Kennzeichen PK-THT brach am Samstag (17. Januar) ab, wie die Luftfahrtbehörde des Landes mitteilt. An Bord befanden sich zehn Personen, davon drei Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder. Wie inzwischen feststeht, kollidierte das Flugzeug mit einem Berg. Es wurde am Gipfel des Berges Bulu Saraung gefunden. Überlebende gibt es nach bisherigen Angaben nicht.

Das Flugzeug wurde von Indonesia Air Transport betrieben. Die Charterfluggesellschaft wurde 1968 gegründet, ist seit 2006 an der indonesischen Börse gelistet und fliegt vor allem Einsätze für staatliche Stellen sowie für die Rohstoff- und Energieindustrie. Die betroffene ATR 42-500 stand zuletzt im Dienst des Ministeriums für maritime Angelegenheiten und Fischerei und wurde für Überwachungsflüge eingesetzt.

Kontaktverlust während des Endanflugs

Nach Angaben von Airnav Indonesia ging der Funk- und Radarkontakt während des Anflugs auf die Piste 21 des Flughafens Sultan Hasanuddin verloren. Die letzte bekannte Radarposition lag rund elf nautische Meilen nordöstlich der Landeschwelle. Die indonesische Luftfahrtbehörde erklärte, dass das Flugzeug bereits für den Anflug freigegeben war. Die Flugsicherung stellte jedoch fest, dass sich die Maschine nicht auf dem korrekten Anflugpfad befand, und wies die Crew an, diesen zu korrigieren. Kurz darauf brach der Kontakt ab.

Such- und Rettungskräfte lokalisierten das Wrack später im Gebiet des Bantimurung-Bulusaraung-Nationalparks. Das Flugzeug lag demnach auf etwa 5100 Fuß über dem Meeresspiegel nahe dem Gipfel des Mount Bulu Saraung, der bis auf rund 5135 Fuß ansteigt. Die Bergung wird durch Nebel und Regen erschwert.

Erstbetreiberin Air Dolomiti

Anwohner berichteten, sie hätten zum Zeitpunkt des Kontaktverlusts ein Explosionsgeräusch aus dem Bereich Leang-Leang gehört und anschließend Rauch am Berghang gesehen. Diese Angaben wurden von den Behörden nicht offiziell bestätigt. Am 18. Januar teilten die Rettungskräfte mit, dass Trümmerteile und bislang mindestens ein Leichnam geborgen worden seien. Die Arbeiten am Unfallort dauern an.

Das Flugzeug war rund 25 Jahre alt. Ausgeliefert wurde es im Jahr 2000 an Air Dolomiti. Seit 2010 ist es für Indonesia Air Transport im Einsatz. Hersteller ATR erklärte in einer Mitteilung, man sei über einen Unfall mit einem ATR-Flugzeug in Indonesien informiert worden. «Unsere Gedanken sind bei allen von dem Unfall betroffenen Menschen. Die Spezialisten von ATR sind voll eingebunden, um sowohl die von den indonesischen Behörden geführte Untersuchung als auch den Betreiber zu unterstützen.»

365 Tage Luftfahrtjournalismus – fair, fundiert und unabhängig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon für den Preis eines Getränks am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-indonesien

Indonesische Staatsfonds prüft Gründung eigener Flugzeugleasinggesellschaft

Pilatus PC-24: Hat die indonesische Luftwaffe überzeugt.

Pilatus gewinnt in Indonesien Auftrag für zwölf PC-24

Candi Sewu beim Prambanan Java

Magisches Java: Zwischen Tempelwundern und Vulkanwelten

Visualisierter Airbus A350 mit Indonesia-Airlines-Logo auf dem Heck: Zeitplan unklar.

Neue Fluggesellschaft will mit Airbus A350 und Boeing 787 starten

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies