Flughafen Kathmandu: Nichts geht mehr.

Proteste in NepalArmee umstellt Flughafen Kathmandu - Betrieb eingestellt

Wegen eskalierender Proteste hat der Flughafen von Nepals Hauptstadt alle Flüge gestrichen. Armee-Einheiten sichern das Gelände, während Demonstrierende Straßen blockieren und das Parlament in Brand gesetzt wurde.

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Proteste in Kathmandu haben den Luftverkehr lahmgelegt. Der Tribhuvan International Airport von Nepals Hauptstadt stellte am Dienstag (9. September) alle Flüge ein. Grund seien die eskalierenden Unruhen in den umliegenden Gebieten, teilte die Zivilluftfahrtbehörde mit.

Ein Sprecher erklärte, zunächst seien alle bereits im Anflug befindlichen Flugzeuge sicher gelandet worden. Danach habe man den gesamten Betrieb am Flughafen von Kathmandu gestoppt – bis auf Weiteres. Zur Sicherung des Airports wurde die Armee entsandt.

Junge demonstrieren in Kathmandu gegen Regierung

In der Hauptstadt Nepals demonstrieren Tausende junger Menschen gegen Korruption und Premierminister K. P. Sharma Oli. Trotz Versammlungsverbot blockierten sie Straßen, zündeten Reifen an und forderten seinen Rücktritt. Auch die Residenzen von Präsident Ram Chandra Poudel sowie von Ministern wurden angegriffen, das Parlament wurde in Brand gesetzt.

Premier Oli rief in einer Erklärung zur Ruhe auf und bot Gespräche mit den Protestierenden an. Doch die Regierung geriet zunehmend unter Druck: Mehrere Kabinettsmitglieder sind bereits zurückgetreten oder kündigten ihren Rücktritt an. und Am Ende sagte auch der Premier seinen Abgang zu.

Sperrung von sozialen Netzwerken als Auslöser für Unruhen

Die Eskalation folgt auf eine massive Protestwelle am Montag gegen die Sperrung von 26 sozialen Netzwerken. Diese war nach dem Tod von 19 Menschen bei Auseinandersetzungen wieder aufgehoben worden.

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