HB-JHK: Der Airbus A330 steckt derzeit noch in Bangor fest.

Pechvogel HB-JHKAirbus A330 von Swiss muss wegen Rauch in der Business Class in Bangor landen

Nach dem Startabbruch in Delhi Ende April ist derselbe Airbus A330 von Swiss nun erneut in einen Zwischenfall verwickelt. Wegen einer Rauchentwicklung in der Business Class landete die Besatzung den Langstreckenjet auf dem Weg nach New York vorsorglich in Bangor im US-Bundesstaat Maine.

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Es ist erst wenige Monate her, dass die HB-JHK nach einem Triebwerksausfall beim Start in Delhi wochenlang nicht fliegen konnte. Jetzt hat derselbe Airbus A330 von Swiss erneut für einen Zwischenfall gesorgt - dieses Mal auf Flug LX16 von Zürich nach New York.

Die Besatzung entschied sich aufgrund von Rauchentwicklung im vorderen Teil der Business Class für eine Ausweichlandung und setzte gleichzeitig den Notruf 7700 ab. Damit erhält ein Flug bei der Flugsicherung Vorrang. «In einer solchen Situation gehen wir keine Risiken ein», so Swiss. Es werde unverzüglich der nächst geeignete Flughafen angesteuert.

Nach sechseinhalb Stunden musste Airbus A330 von Swiss landen

Das Langstreckenflugzeug befand sich bereits rund sechseinhalb Stunden in der Luft, als die Cockpitbesatzung die Entscheidung zum Ausweichen nach Bangor im US-Bundesstaat Maine traf. Nach der sicheren Landung überprüften Einsatzkräfte das Flugzeug auf der Piste. Ein Feuer wurde dabei nicht festgestellt. Anschließend wurde die Airbus A330 zum Terminal gebracht. Swiss teilt mit, alle 208 Reisenden sowie die Besatzung seien unverletzt geblieben.

Für die HB-JHK ist es bereits der zweite Zwischenfall innerhalb in kurzer Zeit: Erst Ende April hatte der Jet beim Start in Delhi einen Triebwerksausfall erlitten. Während des Startlaufs fiel das linke Rolls-Royce-Trent-Triebwerk mit lautem Knall aus. Die Piloten brachen den Start bei hoher Geschwindigkeit ab, der A330 zog nach links und kam auf der Piste zum Stillstand.

Swiss untersucht Grund für Rauchentwicklung im Airbus A330

Anschließend wurde Rauch am Fahrwerk festgestellt. Nachdem die Feuerwehr die Situation überprüft hatte, entschied sich die Besatzung zur Evakuierung über die Notrutschen. Mehrere Fluggäste sowie eine Flugbegleiterin wurden dabei verletzt. Die HB-JHK blieb anschließend mehrere Wochen in Delhi und kehrte erst Anfang Juni nach Reparaturen in den Liniendienst zurück. Ermittler hatten schwere Schäden am Triebwerk festgestellt.

Airbus A330 von Swiss in Delhi: Dort musste das Flugzeuge einige Wochen verbringen.

Ob zwischen dem damaligen Triebwerksausfall und der jetzigen Rauchentwicklung womöglich ein Zusammenhang bestehen könnte, ist nicht bekannt. Swiss erklärte, die Ursache für den Rauch in der Business Class sei bislang unklar und werde nun von Experten untersucht. Der A330 steht noch in Bangor, sein Rückflug aus New York wurde gestrichen.

Swiss kümmert sich um Weiterreise der Fluggäste

Die Lufthansa-Tochter erklärt, man sei sich bewusst, wie belastend ein so Zwischenfall für Reisende sein kann - auch wenn alles gut ausgeht. «Umso wichtiger ist es uns, sie nun bestmöglich zu betreuen und bei ihrer Weiterreise zu unterstützen», so Swiss. «Unsere Teams in der Schweiz und in den USA kümmern sich aktuell mit Hochdruck um die Weiterreise unserer Passagiere. Wir sind dazu in enger Absprache mit dem Flughafen Bangor und setzen alles daran, für alle Betroffenen so rasch wie möglich eine passende Lösung zu finden.»

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