Utair, Russland

EU Aeroflot, Pobeda, S7 und Utair stehen jetzt auf Schwarzer Liste

Die Europäische Union hat ihre Flugsicherheitsliste überarbeitet. Neu stehen 20 Fluggesellschaften aus Russland darauf. Das sei keine weitere Sanktion, betont Brüssel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war ein harter Schlag für Aeroflot und Co. Mitte März beschloss Bermuda, die Lufttüchtigkeitszeugnisse von Flugzeugen mit russischen Besitzern oder von russischen Betreibern zu annullieren. Dagegen wehrte sich Moskau, indem es die Registrierung im russischen Register vereinfachte.

Gemäß einer Übersicht des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 wurden inzwischen über 270 Flugzeuge von russischen Fluggesellschaften vom bermudischen ins russische Register überführt, bei fünf irischen Jets ist das gemäß der Zeitung The Irish Times auch passiert. Russland selbst hatte von 800 Jets gesprochen, die umregistriert worden seien.

«Unmittelbare Sicherheitsbedrohung»

Darauf reagiert die EU-Kommission jetzt. Sie hat 20 russische Fluggesellschaften aus Russland auf die Schwarze Liste unsicherer Airlines gesetzt. Darunter befinden sich große Anbieter wie Aeroflot, Nordwind, Pobeda, Rossiya, S7, oder Utair, aber auch kleinere wie Aurora, Aviastar-Tu, Iraero, Rusjet, Yakutia oder Yamal. Die kleine Skol Airlines hatte sich bereits seit vergangenem November auf der Liste befunden.

Die russische Luftfahrtbehörde habe Airlines erlaubt, Hunderte von Luftfahrzeugen in ausländischem Besitz ohne gültiges Lufttüchtigkeitszeugnis zu betreiben, begründet Adina Vălean. «Die betreffenden russischen Fluggesellschaften haben damit wissentlich gegen die einschlägigen internationalen Sicherheitsstandards verstoßen», so die EU-Kommissarin für Verkehr. Das stelle eine unmittelbare Sicherheitsbedrohung dar.

«Vermischen nicht Sicherheit mit Politik»

Ohne Lufttüchtigkeitszeugnis darf ein Flugzeug nicht abheben. Die Luftfahrtbehörde bescheinigt mit dem Dokument, dass sich der Flieger in einem Zustand befindet, der einen sicheren Flugbetrieb erlaubt. Genau das wollten Bermuda und Irland nicht mehr, da sie sich außerstande fühlten, die Einhaltung von Standards in Russland noch überprüfen zu können.

Vălean betont, es handle sich bei der Maßnahme nicht um eine neue Sanktion. «Sie wurde ausschließlich aus technischen und sicherheitsrelevanten Gründen getroffen. Wir vermischen nicht Sicherheit mit Politik», so die Politikerin. Die Schwarze Liste gibt es seit 2006. Aktuelle stehen 117 Airlines darauf, welche die EU aus Sicherheitsbedenken nicht mehr anfliegen dürfen.

Nur indirekte Folgen

Nach Westeuropa dürfen russische Fluggesellschaften allerdings bereits seit dem 28. Februar eh nicht mehr fliegen. Nur vier Tage nach Start des Angriffs auf die Ukraine hatte die EU Aeroflot und Co. aus ihrem Luftraum verbannt. Die Aufnahme auf die Schwarze Liste hat deshalb aktuell nur indirekte Folgen. Versicherungen könnten beispielsweise noch höhere Prämien von russischen Fluglinien verlangen.

Mehr zum Thema

EU-Staaten verbannen russische Flugzeuge aus ihrem Luftraum

EU-Staaten verbannen russische Flugzeuge aus ihrem Luftraum

<strong>Etihad und Emirates, Vereinigte Arabische Emirate</strong>: + 3 beziehunsweise + 1 Prozent, <strong>Qatar Airways, Katar </strong>+ 1 Prozent bei der Kapazität nach Russland. Verglichen wurden von Forward Keys dabei die Wochen vom 21. Februar und 7. März.

Die Profiteure des Flugstopps nach Russland

Airbus A320 von Aeroflot: Die meisten Flieger Russlands waren früher im Ausland registriert.

78 russische Flugzeuge im Ausland beschlagnahmt

ticker-airbus-konzern-

USA sehen Airbus-Kredit als Gefahr für Handelsfrieden

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack