Indiens Premier Narendra Modi an der Absturzstelle von Flug AI171: Klarheit herrscht noch nicht.

Flug AI171Absturz der Boeing 787 von Air India: Ermittler schauen sich Treibstoffschalter genau an

Nach dem tödlichen Absturz einer Boeing 787 auf Flug AI171 von Air India rückt ein Bauteil im Cockpit in den Fokus. Ein vorläufiger Bericht wird in Kürze erwartet.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Am 12. Juni kam es kurz nach dem Start in Ahmedabad zu einem der schwersten Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre: Flug AI171 von Air India stürzte 36 Sekunden nach dem Abheben auf eine Hochschule mit Krankenhaus – 241 Menschen an Bord der Boeing 787 sowie 19 am Boden kamen ums Leben.

Es war der erste tödliche Unfall mit einer Boeing 787. Noch immer ist nicht, klar, was genau passiert ist. Doch nun rückt ein zentrales Bauteil im Cockpit in den Fokus der Ermittlungen.

Keine technischen Probleme an der Boeing 787

Wie mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen dem Portal The Air Current berichten, konzentrieren sich die Untersuchungen derzeit auf die beiden Triebwerk-Treibstoffregler (Englisch: engine fuel control switch) im Cockpit der Boeing 787. Die Auswertung von Flugdatenschreiber und Cockpitstimmenrekorder lasse bislang keine Hinweise auf ein technisches Problem an den Triebwerken oder dem Flugzeug von Air India selbst erkennen.

Auch eine fehlerhafte Konfiguration der Landeklappen oder Treibstoffverunreinigung konnten ausgeschlossen werden, heißt es weiter. Die Luftfahrtbehörde der USA, Boeing sowie Triebwerkshersteller GE Aerospace haben bisher keine technischen Warnmeldungen an andere Betreiber von Boeing 787 herausgegeben – auch das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass ein technischer Defekt derzeit nicht als wahrscheinlichste Ursache gilt.

Schalter im Cockpit sind eigentlich gesichert

Der Fokus der Ermittler liegt daher auf den Triebwerk-Treibstoffreglern: Es gibt je einen für jedes Triebwerk. Die beiden Schalter befinden sich im Cockpit der Boeing 787 unterhalb der Schubhebel. Sie steuern die Kraftstoffzufuhr und können im Flug nur in Ausnahmesituationen auf die Stellung Cutoff (Abschaltung) gestellt werden, etwa bei einem Triebwerksbrand oder -ausfall. Ein versehentliches Abschalten ist durch eine Verriegelung eigentlich ausgeschlossen: Der Schalter muss angehoben und bewusst bewegt werden.

Ob einer oder beide Regler beim Start der Boeing 787 von Air India in Richtung London-Gatwick betätigt wurden, ist derzeit noch unklar. Die genauen Bewegungen werden in der Auswertung des Flugdatenschreibers sichtbar sein, inklusive Zeitpunkt und Reihenfolge.

Untersuchungsbericht zu Air-India-Flug AI171

Ein vorläufiger offizieller Untersuchungsbericht der indischen Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIB zu Flug AI171 wird um den 11. Juli erwartet. Internationale Gepflogenheit ist es, 30 Tage nach einem Unglück einen ersten Zwischenbericht vorzulegen. Er soll erste Fakten zusammentragen – ohne Bewertung oder Schlussfolgerungen. Ob der Bericht öffentlich oder vertraulich herausgegeben wird, liegt im Ermessen der indischen Behörden.

Mehr zum Thema

ticker air-india-neu

Abschlussbericht zu Absturz der Boeing 787 von Air India verzögert sich

ticker air-india-neu

Air India vergibt Airbus-A350-APU-Wartung an Lufthansa Technik

Schaden am Flugzeug: Auf Air India kommen Reparaturen zu.

Sturm weht Bodenausrüstung in drei Airbus A320 von Air India

ticker-thai-airways

Thai Airways und Air India planen Codeshare-Partnerschaft

Video

Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies