Heckflossen von Etihad und Etihad Regional: Nicht wirklich unabhängig.

Zweifel an MachtverhältnissenSchweiz bremst Etihad aus

Die Kritiker freut es: Die Schweizer Behörden bezweifeln, dass Etihad Regional mehrheitlich schweizerisch ist. Nun ist die Airline unter Zugzwang.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Unter Beobachtung stehen Etihad Regional und Etihad schon lange, sowohl in der EU als auch in der Schweiz. Nun hat das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) gehandelt. Nachdem die Behörde die entsprechenden Verträge der Fluggesellschaft durchgesehen hat, kam sie zu dem Schluss, «dass die beabsich­tigten Zusammenarbeitsme­chanismen zu einer Kontrolle der Etihad über Darwin führen können und damit mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar wären», so eine Sprecherin des Bazl zur Schweizer Zeitung Blick. Gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigt die Behörde den Bericht.

Das ist indes noch kein abschliessendes Urteil. Denn Beteiligung von Eithad Airways an Darwin Airline über Finanzinstrumente wie Aktien und Optionen hat nämlich noch nicht stattgefunden. Zudem hat Etihad Regional bis Ende September Zeit, die Kooperation anders zu gestalten. Die Schweizer Fluglinie muss zudem «weitere Verträge, welche verschiedene Aspekte der Zusammenarbeit regeln» dem Bazl vorlegen, wie eine Sprecherin erklärt.

Offiziell soll Etihad nur 33,3 Prozent halten

Im Oktober wird die Behörde die Unterlagen erneut prüfen. Falls die Anpassungen nicht reichen, könnte es im schlimmsten Fall passieren, dass Etihad Regional die Betriebsgenehmigung verliert. Dagegen könnte sich die Fluglinie indes nochmals rechtlich wehren.

Offiziell hält Etihad künftig 33,3 Prozent der Aktien von Darwin/Etihad Regional. Da und dort fiel aber bereits das Wort «Strohmänner». Schon vorher hatte sich die Airline gegen die Vorwürfe gewehrt. Die 66,7 Prozent des Gesellschaftskapitals, die nicht Etihad gehörten, lägen künftig klar in Händen von Schweizer Investoren.

Tiefe Personalkosten und fehlende Sozialausgaben

Bei den grossen europäischen Airlines dürfte man sich nun bestätigt fühlen. Die Lufthansa hatte die EU-Behörden etwa schon länger zum Handeln aufgefordert. «Es ist zentral, dass die EU-Kommission und die Behörden in den Mitgliedsstaaten ihre privaten Fluglinien und Drehkreuze vor unfairer Konkurrenz durch staatliche Anbieter schützen», sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch die Swiss beklagte sich immer wieder. Mit tiefen Personalkosten und fehlenden Sozialausgaben würden die Golfairlines den Anbietern in Europa das Geschäft vermiesen, meinte Chef Harry Hohmeister wiederholt. Nun müssen sich die beiden Fluglinien zumindest ein bisschen bestätigt fühlen.

Mehr zum Thema

ticker-eu-europaeische-union

EU verhängt Flugverbot gegen Airlines aus Suriname und Tansania

ticker-eu-europaeische-union

EU-Staaten müssen neuen Kompromiss bei Fluggastrechten finden - Vorschlag im letzten Moment abgelehnt

ticker-eu-europaeische-union

Neue EU-Regel: Flugpreise grundsätzlich immer mit Handgepäck

ticker-eu-europaeische-union

EU will Entschädigungen bei Flugverspätungen weitgehend unverändert lassen

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies