Boeing 737-800 von Pobeda: Die Fluggesellschaft darf ihre Flugzeuge nicht mehr selbst warten.

Behörde deckte aufSchlamperei in der Wartung von Pobeda aufgeflogen

Russland hat seinen Fluggesellschaften erlaubt, eigene Wartungsanweisungen zu entwickeln. Jetzt muss Pobeda als erste Fluggesellschaft wegen grober Verstöße darauf wieder verzichten.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die russische Luftfahrt muss aufgrund der westlichen Sanktionen seit bald 21 Monaten ohne westliche Ersatzteillieferungen, Wartung sowie der Versicherung auskommen. Zwar kommen über China und die Vereinigten Arabischen Emirate weiter westliche Ersatzteile ins Land, aber zu deutlich höheren Preisen.

Um einem Mangel an einsatzfähigen Flugzeugen entgegenzuwirken, hat die russische Luftfahrtbehörde verschiedene Schritte unternommen. So hat Rosaviatsiya sogenannte Flugzeugentwicklerzertifikate (FAP-21) herausgegeben, die es Fluggesellschaften erlauben, nicht standardmäßige Reparaturen von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten durchzuführen.

Boeing 737 von Pobeda flog ohne Wartung

Mit Pobeda hat die erste Fluggesellschaft dieses Zertifikat wieder verloren - beziehungsweise gilt es aktuell als ausgesetzt, berichtet die Zeitung Izvestia. Staatliche Inspektoren sollen grobe Verstöße gegen die gültigen Wartungsvorschriften festgestellt haben.

Techniker von Pobeda haben gemäß dem Bericht bei einer Boeing 737-800 die Original-Muttern zur Befestigung der Antenne des Antikollisionssystems (TCAS oder Traffic Alert and Collision Avoidance System) durch alternative Muttern ersetzt. In einer selbst entwickelten Wartungsanweisung wurde festgelegt, dass diese ein Mal pro Woche von außen, alle drei Monate von innen überprüft werden müssen. Offen blieben allerdings die Wartungsschritte. In der Folge soll die Maschine rund eineinhalb Monate ohne Prüfung geflogen sein.

Künftig erfolgt Wartung bei Aeroflot

In einem zweiten Fall soll nach einem Vogelschlag am Rumpf einer Boeing 737 ein Flicken angebracht worden sein, dem unbegründet eine Nutzungsdauer von eineinhalb Jahren zugeschrieben wurde. Zudem arbeiten offenbar bei Pobeda auch zahlreiche Techniker an Flugzeugen, ohne die eigentlich notwendige Ausbildung und Zertifizierung für das Modell zu haben.

Pobeda hat mitgeteilt, dass sie das Flugzeugentwicklerzertifikat freiwillig zurückgegeben habe. Weiterfliegen wird die Fluggesellschaft trotzdem. Künftig werden die Flugzeuge von Mutter Aeroflot gewartet.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Pobeda in Memmingen: Die Airline muss sich verkleinern.

Weil Ersatzteile fehlen, muss Pobeda die Flotte verkleinern

Aeroflot bekommt Erlaubnis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten

Aeroflot bekommt Erlaubnis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten

Ein zerlegtes Triebwerk: Russland importiert trotz westlichen Sanktionen Ersatzteile aus den USA und Europa.

Russische Airlines beschaffen sich westliche Ersatzteile für Millionen Dollar

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil