Ein zerlegtes Triebwerk: Russland importiert trotz westlichen Sanktionen Ersatzteile aus den USA und Europa.

Trotz SanktionenRussische Airlines beschaffen sich westliche Ersatzteile für Millionen Dollar

In Russland boomt das Geschäft mit westlichen Ersatzteilen. Diese werden meist über China und die Vereinigten Arabischen Emirate importiert.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Vor dem Krieg gegen die Ukraine und vor den westlichen Sanktionen hatte Russland strenge Regeln für gebrauchte Flugzeugersatzteile. Es durften nur Ersatzteile verwendet werden, die in Kanada, den USA, der EU oder von den Bermudas zertifiziert wurden. Weil diese nicht mehr verfügbar sind, wurden die Regeln lockerer. Mittlerweile werden auch Komponenten aus vielen weiteren Ländern - wie China, dem Iran oder Indien - akzeptiert.

Und das Geschäft über Drittstaaten boomt. Untersuchungen zeigen, dass russische Firmen allein in diesem Jahr schon Ersatzteile im Wert von 171 Millionen US-Dollar importiert haben, schreibt das Portal Avianews unter Berufung auf vom russischen Portal Verstka ausgewertete Zollstatistiken.

Von Honeywell bis CFM

Allein Aeroflot soll demnach westliche Ersatzteile von Firmen wie Honeywell, Woodward und Safran im Wert von 19 Millionen Dollar importiert haben. Den Quellen nach soll S7 Airlines über eine Tochterfirma ein CFM-Triebwerk im Wert von rund 7,5 Dollar erstanden haben. Rossiya hat sechs Millionen Dollar für Ersatzteile ausgegeben und Pobeda 5,5 Millionen Dollar.

Laut den Recherchen von Verstka werden die sanktionierten Ersatzteile von der Firma Protrade nach Russland gebracht. Die soll laut Angaben des Zolls allein in diesem Jahr Teile im Wert von 61 Millionen US-Dollar importiert haben, unter anderem sechs Flugzeugtriebwerke für amerikanische und europäische Flugzeuge vom Typ Boeing 767, Boeing 737 und Airbus A320.

Sanktionen werden ausgehebelt

Die Importe laufen vor allem über Geschäfte in China und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Damit können weiter beliebige Teile nach Russland importiert werden, was die europäischen und amerikanischen Sanktionen aushebelt.

Mehr zum Thema

Jet von Aeroflot: Das Personal ist nicht glücklich.

Bekommt Russland Ersatzteile aus dem Iran?

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Jet von S7: Russische Airlines brauchen Ersatzteile.

Wie russische Airlines an westliche Ersatzteile kommen

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin