Ein zerlegtes Triebwerk: Russland importiert trotz westlichen Sanktionen Ersatzteile aus den USA und Europa.

Trotz SanktionenRussische Airlines beschaffen sich westliche Ersatzteile für Millionen Dollar

In Russland boomt das Geschäft mit westlichen Ersatzteilen. Diese werden meist über China und die Vereinigten Arabischen Emirate importiert.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vor dem Krieg gegen die Ukraine und vor den westlichen Sanktionen hatte Russland strenge Regeln für gebrauchte Flugzeugersatzteile. Es durften nur Ersatzteile verwendet werden, die in Kanada, den USA, der EU oder von den Bermudas zertifiziert wurden. Weil diese nicht mehr verfügbar sind, wurden die Regeln lockerer. Mittlerweile werden auch Komponenten aus vielen weiteren Ländern - wie China, dem Iran oder Indien - akzeptiert.

Und das Geschäft über Drittstaaten boomt. Untersuchungen zeigen, dass russische Firmen allein in diesem Jahr schon Ersatzteile im Wert von 171 Millionen US-Dollar importiert haben, schreibt das Portal Avianews unter Berufung auf vom russischen Portal Verstka ausgewertete Zollstatistiken.

Von Honeywell bis CFM

Allein Aeroflot soll demnach westliche Ersatzteile von Firmen wie Honeywell, Woodward und Safran im Wert von 19 Millionen Dollar importiert haben. Den Quellen nach soll S7 Airlines über eine Tochterfirma ein CFM-Triebwerk im Wert von rund 7,5 Dollar erstanden haben. Rossiya hat sechs Millionen Dollar für Ersatzteile ausgegeben und Pobeda 5,5 Millionen Dollar.

Laut den Recherchen von Verstka werden die sanktionierten Ersatzteile von der Firma Protrade nach Russland gebracht. Die soll laut Angaben des Zolls allein in diesem Jahr Teile im Wert von 61 Millionen US-Dollar importiert haben, unter anderem sechs Flugzeugtriebwerke für amerikanische und europäische Flugzeuge vom Typ Boeing 767, Boeing 737 und Airbus A320.

Sanktionen werden ausgehebelt

Die Importe laufen vor allem über Geschäfte in China und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Damit können weiter beliebige Teile nach Russland importiert werden, was die europäischen und amerikanischen Sanktionen aushebelt.

Mehr zum Thema

Jet von Aeroflot: Das Personal ist nicht glücklich.

Bekommt Russland Ersatzteile aus dem Iran?

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Jet von S7: Russische Airlines brauchen Ersatzteile.

Wie russische Airlines an westliche Ersatzteile kommen

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies