Ryanair-Jets: Bald in Findel?

Ryanair zielt auf neue Airports

Erst gerade kündigte die irische Billigairline an, künftig auch große Flughäfen anzufliegen. Nun spricht Ryanair bereits mit weiteren Airports.

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Easyjet scheint für Ryanair immer mehr zum Vorbild zu werden. Mehr Geschäftskunden will Vorstandsvorsitzender Michael O'Leary vor allem anziehen. Dazu soll seine Billigairline freundlicher werden und auch größere, zentralere Flughäfen anfliegen. Mit Barcelona El Prat, Rom Fiumicino und Brüssel Zaventem traf Ryanair bereits Vereinbarungen. Nun rückt er der britischen Konkurrentin auch an einem anderen Standort auf die Pelle: In Luxemburg.

Dort hofft Ryanair nicht nur auf Passagiere aus dem kleinen Land, sondern auch aus den Nachbarländern Deutschland, Belgien und Frankreich. Von diesen profitiert dort auch Easyjet. Auch für Geschäftsleute ist der Flughafen ein beliebter Zielort, hat das Großherzogtum doch eine große Finanzindustrie. Ryanair könnte also hier die gewünschte neue Kundengruppe erschließen.

Gespräche mit Flughafen Findel

Informierte Quellen berichteten luxemburgischen Medien von Gesprächen zwischen dem Flughafen Findel und der Airline. Bestätigt wurde seitens des Flughafens indes nur, dass Ryanair «sich nach dem Preis erkundigte». Etwas Konkretes habe sich aus der Anfrage noch nicht ergeben, heißt es weiter.

Sollten die Iren tatsächlich nach Luxemburg kommen, würde das nicht nur Easyjet ärgern. Vor allem Luxemburgs Nationalairline Luxair käme zusätzlich unter Druck. Die Fluggesellschaft leidet schon jetzt unter der Konkurrenz durch die Billigflieger Easyjet und Vueling. Nach immer wieder roten Zahlen steht nun ein Sanierungsprogramm an.

Luxair bis 2020 fit?

Bis 2020 hofft das Management die Fluglinie wettbewerbsfähig getrimmt zu haben. Man wolle gar zu einer maßgeblichen regionalen Fluggesellschaft in Europa werden, erklärt es. Dabei will sich Luxair unter anderem am Modell von Lufthansa Regional orientieren.

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