Airbus-Jet von Aeroflot: In Europa geleasten Fliegern droht der Abzug.

Aufgrund der SanktionenRussland prüft Verstaatlichung von Aeroflot-Jets

Russischen Fluggesellschaften droht der Abzug von Jets durch europäische Leasingfirmen. Als Gegenmaßnahme steht die Idee einer Verstaatlichung im Raum.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die russischen Fluggesellschaften S7 und Smartavia haben vorerst alle Auslandsflüge eingestellt. So entgehen sie dem Risiko, dass Leasinggeber ihnen die Flugzeuge an Flughäfen in anderen Ländern entziehen. Es steht aber auch noch eine drastischere Option im Raum, vor allem für die im Ausland gemieteten Flieger der staatlich kontrollierten Aeroflot.

Laut dem russischen Wirtschaftsnachrichten-Portal RBC gab es Anfang der Woche ein Treffen zwischen dem stellvertretenden Verkehrsminister Igor Chalik und Vertretern russischer Fluggesellschaften. Sie berieten dabei über die sanktionsbedingten Vertragskündigungen europäischen Leasingunternehmen. Dabei sei es auch um die Option von Verstaatlichungen der gemieteten Flugzeuge gegangen, vor allem mit Blick auf die staatlich kontrollierte Aeroflot, erklärte ein Informant.

Plan scheint nur schwer umsetzbar

Wie solch eine Verstaatlichung aussehen könnte, ist allerdings unklar. Abkaufen kann der russische Staat die Jets den Leasingfirmen kaum, denn diese würden damit wohl gegen die EU-Sanktionen verstoßen. Selbst wenn dem nicht so wäre, ist fraglich, ob Russland Zahlungen durchführen könnte angesichts der Sanktionen gegen seinen Finanzsektor.

Übrig bliebe fast nur eine Beschlagnahmung der Flugzeuge durch den russischen Staat. Dann könnten die Maschinen aber nicht mehr für Flüge ins Ausland eingesetzt werden. Zudem bliebe Aeroflot über Jahre vom Ausland abgeschnitten.

Aeroflot offenbar nicht begeistert

Laut der Zeitung Kommersant soll der erwogene Schritt auch nicht im Sinne der Fluggesellschaft sein, der damit noch schärfere Sanktionen und noch langfristigerer Ärger mit Leasingfirmen drohen könnte. Zudem verfügt Aeroflot über mehr als 70 Flugzeuge im eigenen Eigentum sowie weitere, die sie von russischen Leasinggesellschaften mietet.

Mehr zum Thema

Der in Genf gestrandete Airbus A321 von Aeroflot: Für die Schweizer Stadt ist auch ein Rückholflug geplant.

Aeroflot will am Sonntag nach Genf und München fliegen

Boeing 737-800 von Pobeda: Schrumpft die Flotte zwangsweise?

Pobeda wehrt sich gegen Abzug von Flugzeugen

Flugzeug von Aeroflot: Viele in Europa geleast.

Russischen Airlines droht Abzug von Hunderten Jets

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg