Die Visualisierung des russischen Überschalljets über Shanghai: Internationale Kooperation.

Forschung am FlügelRussland entwickelt Überschalljet mit Hilfe aus China

Russische Luftfahrtforschende arbeiten an einem neuen zivilen Überschallflugzeug. Jetzt wird bekannt: Es gibt dabei eine Zusammenarbeit mit China.

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Es begann 2018 mit einer Aussage von ganz oben. Beim Testflug des Überschallbombers Tupolev Tu-160 erklärte Vladimir Putin, dass er auch eine Perspektive für einen neuen zivilen Überschalljet sehe. Der russische Präsident verwies auf die Zeitersparnis durch Überschallflüge und sagte: «Es gibt große Firmen, die solch einen Jet betreiben könnten.»

Das staatlich kontrollierte Luftfahrtkonsortium UAC erklärte, man arbeite bereits an einem Überschallprojekt. Und der damalige Chef der staatlichen Fluglinie Aeroflot, Vitaly Savelyev, sagte: «Wir würden gerne einen Überschalljet bekommen.» Im Gegensatz zu Zeiten von Concorde und Tupolev Tu-144 sei es heute aufgrund von neuen Technologien und Kompositmaterialien möglich, einen Passagierüberschalljet wirtschaftlich zu betreiben.

Kein großer Jet für Airlines

Im Sommer 2020 verrieten der zu UAC gehörende Flugzeugbauer Tupolev und das Zentrale Aerohydrodynamischen Instituts Tsagi erste Details. Das Institut erklärte, der zivile Überschallflieger solle Platz für 30 bis 50 Passagiere haben. Tupolev schrieb, der geplante Jet werde bis zu Mach 2 erreichen – also doppelte Schallgeschwindigkeit – und eine Reichweite von bis zu 8000 Kilometern haben. Er sei vor allem gedacht für «Führungskräfte aus der Wirtschaft, hochrangige Politiker und jeden, für den Zeit absolute Priorität hat».

Anatoly Serdyukov, Luftfahrtchef beim UAC-Mutterkonzern Rostec unterstricht, dass man einen Businessjet entwickelt. «Die Kosten eines Überschallfluges sind viel höher als die bei konventionellen Flugzeugen», so Serdyukov. Daher ziele man auf Geschäftsflieger ab.

Zusammenarbeit mit China

Seit Beginn von Russlands Ukraine-Invasion dürften die westlichen Sanktionen gegen das Land den russischen Forschern die Arbeiten erschweren. Im Sommer 2022 sagte ein Berater von Präsident Putin allerdings, dass man an den Plänen festhalte.

Nun wird klar: Russland bekommt dabei Hilfe aus China. So teilte das Tsagi kürzlich mit, ein bilaterales internationales Projekt mit seiner Beteiligung habe in eine Förderung der Russian Science Foundation erhalten. «Der Forschungspartner ist das Chinese Aerodynamic Research Center CARDC.» Ziel des Projektes sei es, gemeinsam einen Flügel für einen zivilen Überschallflieger zu entwickeln - mit besonderem Augenmerk auf der Akustik.

Gemeinsame Tests geplant

«Es ist geplant, dass das Flugzeug den Lärmstandards für Unterschallflugzeuge entspricht», so das Tsagi. Gerade im Bereich der Tragflächen sei das aber eine Herausforderung, die weitere Forschung benötige. Man wolle daher in russisch-chinesischer Zusammenarbeit ein Flügelmodell entwickeln und in Akustikkammern von Tsagi und CARDC testen.

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Das Zentrale Aerohydrodynamische Institut Tsagi leitet die Forschung zu einem neuen russischen Überfallflieger. Auch das Luftfahrt-Konsortium UAC ist bereits beteiligt. Allerdings soll weder ein Überschallbomber wie die Tu-160 entstehen noch ein Passagierflieger wie die Tu-144. <a href="https://www.aerotelegraph.com/russland-gibt-einblick-in-seine-ueberschallplaene" target="_blank" rel="noopener">Russland plant einen Überschall-Businessjet</a>.

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