Ein Superjet 100 von Gazpromavia: Die Airline betreibt insgesamt zwölf Flugzeuge.

Nikita KologrivyRussischer Schauspieler schließt Superjet-Flüge vertraglich aus

Nikita Kologrivy ist ein berühmter Schauspieler in Russland. International bekannt könnte er nun werden, weil er Reisen in einem bestimmten Flugzeugtyp vertraglich ausschließt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In Deutschland ist Nikita Kologrivy nahezu unbekannt. In Russland ist der Schauspieler und Produzent ein Star. Der 30-Jährige hat in zahlreichen Blockbustern wie Balkan Line, Major Grom: Der Pestdoktor und Libido mitgespielt. Verheiratet ist er mit der Schauspielerin Alexandrina Pitirimova. Die beiden gelten als russisches Glamour-Paar.

Was Schauspieler Kologrivy mit der Luftfahrt verbindet, ist eine ungewöhnliche Klausel in seinen Verträgen mit russischen Produktionsfirmen: Für Reisen zu Dreharbeiten und zurück sind stets Business-Class-Tickets von Aeroflot zu buchen. Interessant wird es bei einer Ausnahme: Wenn der Flug mit einem Superjet des «Sukhov Design Bureau» durchgeführt wird, verzichtet der Schauspieler auf den Flug.

Explizit ausgeschlossen: Superjet

Sollte ein Flug mit einem Superjet erforderlich sein, sieht Kologrivys Vertrag vor, dass ihm alternativ ein anderes Flugticket oder eine Zugfahrkarte in der ersten Klasse mit einem Schnellzug gestellt wird. Der Schauspieler scheint wenig Vertrauen in das russische Flugzeug zu setzen.

Die Antwort von Rostec ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nachdem die Vertragsdetails öffentlich wurden, lud der staatliche russische Technologiekonzern, zu dem auch die Flugzeughersteller UAC, Tupolev, Ilyushin und andere gehören, den Schauspieler via Telegram zu einem Werksbesuch in. Man wolle dort erläutern, warum der Superjet als eines der zuverlässigsten Arbeitspferde der zivilen Luftfahrt gelte, schrieb Rostec.

Red Wings springt auf

Zudem wies Rostec Kologrivy darauf hin, dass die Firma nicht Sukhov Design Bureau, sondern Sukhoi Design Bureau heiße – benannt nach dem Flugzeugkonstrukteur Pavel Osipovich Sukhoi. Das solle Kologrivy doch mal seinem Manager für die nächsten Vertragsverhandlungen sagen.

Nicht nur Rostec nutzte Kologrivys Vertrag für PR-Zwecke, auch Red Wings Airlines machte auf sich aufmerksam. Die russische Fluggesellschaft, die 21 Superjets betreibt, veröffentlichte Bilder prominenter Fluggäste, die mit dem Superjet reisten. Unter ihnen waren der Fußballtrainer Valery Karpin und der Spieler Evgeny Latyshonk.

Drei Abstürze seit 2008

Das aktuellste Unglück eines Superjets ereignete sich im Juli, als ein Flugzeug von Gazpromavia abstürzte und die drei Menschen an Bord ums Leben kamen. Es war der dritte Absturz seit dem Erstflug des russischen Modells im Mai 2008. Der erste Unfall ereignete sich am 9. Mai 2012 in Indonesien während eines Demonstrationsfluges, bei dem 45 Menschen starben. Am 5. Mai 2019 kam es zu einer weiteren Tragödie, als das Flugzeug nach der Landung in Moskau Feuer fing. 41 der 78 Menschen an Bord verloren ihr Leben.

Mehr zum Thema

Superjet 100 von Red Wings: Die Airline will expandieren.

Red Wings will eine große Frachtairline kaufen

Heckflosse eines Superjet von Aeroflot: Turbine versagte.

Aeroflot bestellt 20 weitere Superjet 100

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

ticker-russland

Russland plant riesiges Sperrgebiet für Privatflüge

Video

Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies