Sukhoi Superjet von Rossiya: Das Cockpitpersonal beschwert sich.

Superjet 100Russische Navigationsdatenbank ist «schlicht unvollständig»

Nachdem westliche Navigationsdatenbanken von Thales und Lufthansa Systems nicht mehr verfügbar sind, sorgt eine russische Alternative für Probleme. Betroffen sind Superjet 100.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Probleme der russischen Luftfahrt aufgrund der westlichen Sanktionen reißen nicht ab. Neben dem Wegfall westlicher Flugzeuge, fehlenden Ersatzteilen sowie Produktionsproblemen bei den heimischen Flugzeug-Entwicklungen gibt es nun auch Schwierigkeiten mit den Navigationsdatenbanken beim Sukhoi Superjet.

Die russische Wirtschaftszeitung Kommersant berichtet, dass sich das Cockpitpersonal der Fluggesellschaft Rossiya über Mängel in den Navigationsdatenbanken der Maschinen beschwert habe. Konkret meldeten Pilotinnen und Piloten Ausfälle und Fehler in der integrierten Datenbank. Diese sei schlicht nicht vollständig, heißt es. Die Aeroflot-Tochter betreibt mit knapp 80 Exemplaren die größte Superjet-Flotte.

Westliche Anbieter nicht mehr verfügbar

Flugzeug-Navigationsdatenbanken enthalten alle erforderlichen Informationen für die Erstellung eines Flugplans: Wegpunkte, Flughäfen, Landebahnen und Instrumentenanflugverfahren. Bis ins vergangene Jahr nutzten die Superjets Datenbanken westlicher Anbieter wie Thales, Lufthansa Systems oder der Boeing-Tochter Jeppesen. Durch die Sanktionen gibt es aber keine Aktualisierungen mehr.

Superjet-Hersteller Irkut setzte in der Folge auf die Datenbank des St. Petersburger Anbieters Avia Briefing. Mit mangelndem Erfolg. Das Cockpitpersonal forderte, stattdessen die Option des anderen russischen Anbieters nutzen zu dürfen, der «State Air Traffic Management Corporation of the Russian Federation», schreibt Kommersant.

Zweites russisches System nun erlaubt

Das ist seit dem 25. Mai nun auch möglich. Die russische Zivilluftfahrtbehörde Rosaviatsia hat die Verwendung beider Systeme an Bord der Superjet-Flotte erlaubt.

Mehr zum Thema

Jet von S7: Russische Airlines brauchen Ersatzteile.

Wie russische Airlines an westliche Ersatzteile kommen

Russische Industrie: Airbus und Boeing schon vergessen

Russische Industrie: Airbus und Boeing schon vergessen

Airbus A321 Neo in Aeroflot-Farben: Ersatzteile gibt es kaum.

Airbus-Chef schaut mit Sorge auf Ersatzteillage in Russland

ticker-russland

Nach Drohnenangriff: Russische Flugsicherung begrenzt Verkehr im Süden des Landes

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies