Sukhoi Superjet von Rossiya: Das Cockpitpersonal beschwert sich.

Superjet 100Russische Navigationsdatenbank ist «schlicht unvollständig»

Nachdem westliche Navigationsdatenbanken von Thales und Lufthansa Systems nicht mehr verfügbar sind, sorgt eine russische Alternative für Probleme. Betroffen sind Superjet 100.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Probleme der russischen Luftfahrt aufgrund der westlichen Sanktionen reißen nicht ab. Neben dem Wegfall westlicher Flugzeuge, fehlenden Ersatzteilen sowie Produktionsproblemen bei den heimischen Flugzeug-Entwicklungen gibt es nun auch Schwierigkeiten mit den Navigationsdatenbanken beim Sukhoi Superjet.

Die russische Wirtschaftszeitung Kommersant berichtet, dass sich das Cockpitpersonal der Fluggesellschaft Rossiya über Mängel in den Navigationsdatenbanken der Maschinen beschwert habe. Konkret meldeten Pilotinnen und Piloten Ausfälle und Fehler in der integrierten Datenbank. Diese sei schlicht nicht vollständig, heißt es. Die Aeroflot-Tochter betreibt mit knapp 80 Exemplaren die größte Superjet-Flotte.

Westliche Anbieter nicht mehr verfügbar

Flugzeug-Navigationsdatenbanken enthalten alle erforderlichen Informationen für die Erstellung eines Flugplans: Wegpunkte, Flughäfen, Landebahnen und Instrumentenanflugverfahren. Bis ins vergangene Jahr nutzten die Superjets Datenbanken westlicher Anbieter wie Thales, Lufthansa Systems oder der Boeing-Tochter Jeppesen. Durch die Sanktionen gibt es aber keine Aktualisierungen mehr.

Superjet-Hersteller Irkut setzte in der Folge auf die Datenbank des St. Petersburger Anbieters Avia Briefing. Mit mangelndem Erfolg. Das Cockpitpersonal forderte, stattdessen die Option des anderen russischen Anbieters nutzen zu dürfen, der «State Air Traffic Management Corporation of the Russian Federation», schreibt Kommersant.

Zweites russisches System nun erlaubt

Das ist seit dem 25. Mai nun auch möglich. Die russische Zivilluftfahrtbehörde Rosaviatsia hat die Verwendung beider Systeme an Bord der Superjet-Flotte erlaubt.

Mehr zum Thema

Jet von S7: Russische Airlines brauchen Ersatzteile.

Wie russische Airlines an westliche Ersatzteile kommen

Russische Industrie: Airbus und Boeing schon vergessen

Russische Industrie: Airbus und Boeing schon vergessen

Airbus A321 Neo in Aeroflot-Farben: Ersatzteile gibt es kaum.

Airbus-Chef schaut mit Sorge auf Ersatzteillage in Russland

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack