Flughafen Sheremetevo: Bei Sita registriert.

Sita-DomainRussische Airlines und Flughäfen verlieren ihre Internetadressen

IT-Dienstleister Sita schließt Russland weiter von Dienstleistungen aus. Flughäfen wie Sheremetyevo und Airlines wie Pobeda verlieren ihre Internetadresse.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Sita zieht sich einen weiteren Schritt aus Russland zurück. Schon im September hatte der Informatik-Dienstleister russische Airlines vom Kommunikationssystem abgehängt. Durch den Ausschluss sind sie nicht mehr in der Lage, über das Sita-System Daten über ihre Flüge, Passagiere und deren Gepäck an internationale Flughäfen zu übermitteln.

Jetzt folgt der nächste Schritt. Sita stellt Luftfahrtunternehmen auch die Domain .aero für Internetadressen zur Verfügung. Und die nimmt sie russischen Firmen nun weg, berichtet die Zeitung Izvestia. 30 Flughäfen und 15 Fluggesellschaften sind davon betroffen.

Auch Moskauer Flughäfen betroffen

Unter den Flughäfen befinden sich unter anderem die Moskauer Airports Sheremetyevo - der größte Flughafen des Landes - und Zhukovsky, sowie die Flughäfen Kazan und Krasnoyarsk. Betroffene Airlines sind unter anderem Pobeda, Azimut, Yamal, Icarus oder Alrosa. Insgesamt sind laut dem Bericht rund 200 Websites unter der Domain .aero registriert.

Die Flughäfen und Fluggesellschaften erklärten gegenüber der Zeitung, man ergreife Maßnahmen, um die Internetpräsenzen auf eine neue Domain umzuziehen. Laut dem Bericht sollte die Abschaltung eigentlich im November erfolgen, doch der russische IT-Provider hat es laut einem Schreiben an seine Kunden geschafft, das hinauszuzögern. Neue Adressen in Russland würden unter .aero nicht mehr registriert. Doch die Kunden hätten ein Jahr, um eine Lösung zu finden.

Sita existiert seit 1949

Sita entstand 1949 aus einer Idee von Airlines heraus. Die schwedische Aerotransport, Air France, BEA, Boac, British South American Airways, Danish Det Danske Luftfartselskab, KLM, Norwegian Det Norske Luftfartselskap, Sabena, Swissair und TWA gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen. Ihr Ziel war es, durch die Zusammenlegung ihrer Kommunikationsnetze Kosten zu sparen.

Das Resultat war die Société Internationale de Télécommunications Aéronautiques oder Sita. Heute ist sie ein Informatikunternehmen mit 4700 Mitarbeitenden und 2800 Kunden in mehr als 200 Ländern. Zu den Diensten gehören etwa Produkte zur Gepäckverfolgung, zum Check-in und Boarding, zum Frachthandling oder vor allem auch zur Kommunikation zwischen Flughäfen und Fluggesellschaften.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Aeroflot: Russland sagt, der Sita-Ausschluss bringe keine nennenswerten Probleme.

IT-Ausschluss bringt russischen Airlines Probleme - und nicht nur ihnen

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Ex-Air-Albania-Airbus ist in Russland wider aufgetaucht: Das Flugzeug ist über den Oman nach Moskau geflogen.

Russische Airline besorgt sich über Umwege einen Airbus A320 - erneut über den Oman

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack