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Rostock nach Pleite von Fly BMI ohne Linienflüge

Fly BMI stellte alle Flüge ein. Für den deutschen Regionalflughafen Rostock ist das ein existenzielles Problem.

Jan Kinback

Embraer 145 von BMI Regional: Nach der Pleite ist in Rostock nichts mehr los.

Ein Unglück kommt selten allein. Dass das nicht nur ein Sprichwort ist, beweist derzeit unter anderem der Flughafen Rostock. Von einem Tag auf den anderen steht der deutsche Regionalflughafen ohne Linienflüge da. Nach der Pleite von VLM im vergangenen Jahr und der von Germania im Februar hat nun auch die letzte regelmäßig operierende Fluggesellschaft am Airport der Stadt in Mecklenburg-Vorpommern aufgegeben.

Die Regionalairline Fly BMI gab am Samstagabend (16. Februar) bekannt, ab sofort alle Flüge einzustellen. Und damit warf auch die letzte verbliebene Linienanbieterin am Flughafen Rostock das Handtuch. Fly BMI hatte die Verbindung Rostock – Stuttgart bereits Ende des vergangenen Jahres eingestellt. Mit der Pleite fällt nun auch die Strecke nach München weg, die bislang zwei Mal täglich bedient wurde.

Kurzarbeit in Rostock

Dass es nicht gut lief, wurde schon Anfang 2018 klar. BMI entschied damals, die innerdeutschen Verbindungen einzuschränken. Als Grund wurde auch da der Brexit genannt. Im Falle eines harten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU hätte die Gefahr bestanden, dass britische Fluglinien keine Strecken mehr innerhalb der EU anbieten können. Damals stand in Rostock immerhin noch Germania bereit.

Auch die deutsche Airline ist inzwischen insolvent. Schon darum hatte der Flughafen Rostock-Laage diese Woche rückwirkend zum 1. Februar Kurzarbeit eingeführt. Sie gilt gemäß dem TV-Sender NDR für Mitarbeiter einzelner Bereiche wie der Abfertigung. Sie dürfen fünf bis zehn Stunden weniger arbeiten. Für den Flughafen bedeutet das Aus von Fly BMI nun einen weiteren Wegfall von Einnahmen und für die Mitarbeiter eine unsichere Zukunft.

Zukunft der Regionalflughäfen fraglich

All das wirft die Frage auf, wie es mit den deutschen Regionalairports weitergeht. Mit den Pleiten der kleinen Fluglinien der letzten Jahre gerieten viele kleinere Flughäfen immer wieder in die Bredouille. In vielen Fällen ist der nächste größere Airport nicht weit entfernt. Und nur in wenigen Fällen ist die regionale Wirtschaft stark genug, um den Linienverkehr auf Dauer aufrecht zu erhalten.



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