Flieger von Air Baltic in Riga: Zukunft scheint gesichert.

Rettung für Air Baltic

Die Regierung und der renitente Grossaktionär der Fluggesellschaft einigten sich auf eine Kapitalerhöhung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Drohung wirkte. Die Regierung Lettlands greift nun der angeschlagenen Air Baltic doch mit Steuermillionen unter die Arme. Zuvor hatte sie am 22. September der nationalen Fluglinie und ihrem Firmenchef und Minderheitseigentümer Bertolt Flick gedroht, eine Konkurrenzgesellschaft zu eröffnen. Es war der letzte Schritt in einer langen Reihe von Beschuldigungen und Gegenbeschuldigen und Aktionen und Reaktionen. Wenige Tage davor hatte Flick Air Baltic unter Gläubigerschutz gestellt, um die Airline vor dem Zugriff durch den Staat zu schützen. Seit Monaten waren Riga und Flick im Streit bezüglich der Unternehmensführung.

Doch zur ultimativen Eskalation weit kommt es nun nicht. Die beiden Parteien haben sich an einer Generalversammlung von Air Baltic am Dienstag (29. September) in Grundzügen auf eine Kapitalerhöhung um 153 Millionen Euro geeinigt. Das Aktionärstreffen wurde daraufhin unterbrochen, um die technischen Details der Kapitalerhöhung auszuarbeiten. Am 4. Oktober wollen die beiden Parteien nun den Vertrag unterzeichnen, wie das Nachrichtenportal NRA meldet. Dann sollen auch zentrale Fragen wie die Wahl des Vorstandes, Änderungen der Satzung und der Finanzen abschließend geregelt werden. Gemäß NRA wurde aber bereits vereinbart, dass Flick als Firmenchef abtritt. Transportminister Uldis Augulis erklärte, man sein bereits auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für Vorstand und Aufsichtsrat. Die nationale Komponente soll dabei hoch gewichtet werden. Leicht sei es jedoch nicht, geeignete Leute zu finden, die auch etwas vom Fluggeschäft verstünden.

Wichtige Position

Dass die Regierung Air Baltic hilft, ist gut nachvollziehbar. Die Airline ist mit Abstand die größte im Baltikum. Mit wöchentlich 681 abgehenden Flügen liegt Air Baltic weit vor Ryanair mit 181 und Estonian Air mit 150 Flügen, wie Anna.aero errechnete. Mit einer Flotte von 34 Fliegern bedient sie ab Riga, Tallinn und Vilnius Dutzende von Zielen in ganz Europa. Die Fluggesellschaft ist deshalb auch eine wichtige Arbeitgeberin im Land. Der Staat hält 53 Prozent der Anteile, Flick 43 Prozent.

Mehr zum Thema

ticker-air-baltic

Air Baltic schickt bis zu 30 Airbus-A220-Piloten zu Air Niugini

ticker-air-baltic

Air Baltic plant Abbau von bis zu 700 Stellen

Leitwerk eines Airbus A220 von Air Baltic: Die Fluggesellschaft muss sparen.

Bei Air Baltic verschwinden Spucktüten vom Sitz und Müllbeutel aus dem Cockpit

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack