Airbus A320 von TAP: Die AIrline bekam eine Drohung in Guine-Bissau.

TAP muss Menschen schmuggeln

Die portugiesische Airline musste in Guinea-Bissau 74 Syrer mit gefälschten Pässen an Bord lassen - auf Druck der Regierung des afrikanischen Landes.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Flug TP202 vom vergangenen Dienstag (9. Dezember) war kein normaler Flug. An Bord des Airbus A320 saßen auch 38 Männer, 15 Frauen und 22 Kinder aus Syrien. TAP nahm sie nicht freiwillig mit. Der Innenminister von Guinea-Bissau persönlich hatte bei den Verantwortlichen der portugiesischen Fluglinie interveniert und den Transport der 74 syrischen Flüchtlinge mit gefälschten türkischen Pässen befohlen. Ansonsten werde das Flugzeug am Aeroporto Internacional Osvaldo Vieira in Bissau festgehalten.

Am Gate standen offenbar auch bewaffnete Soldaten, welche die Ausführung des Befehls überwachten, wie portugiesische Medien berichten. TAP gehorchte, stellte aber danach die Flüge nach Guinea-Bissau umgehend ein. Drei Mal die Woche flog sie bislang in die ehemalige Kolonie in Westafrika.

TAP erwartet Zusagen von Guinea-Bissau

Der Vorfall führte in der Folge zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Guinea-Bissau und Portugal, als Konsequenz trat der Außenminister des afrikanischen Staates zurück. Kurz danach äußerte er sich sehr kritisch zum Verhalten seiner Regierung. «Wir schicken Kokain in andere Länder. Nun schmuggeln wir Menschen», sagte Delfim da Silva laut dem TV-Sender RTP. Dazu stelle das Konsulat in Marokko stelle Syrern Visa ohne Kontrolle aus. Danach bekämen sie in Guinea-Bissau falsche türkische Pässe.

Tap plant nun die Flüge zwischen Lissabon und Bissau am Freitag wieder aufzunehmen. Das tue man aber nur, wenn es wirklich glasklare Zusagen der Behörden im Lande gebe, dass es nicht mehr zu solchen Zwischenfällen komme.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier