Airbus A320 von TAP: Die AIrline bekam eine Drohung in Guine-Bissau.

TAP muss Menschen schmuggeln

Die portugiesische Airline musste in Guinea-Bissau 74 Syrer mit gefälschten Pässen an Bord lassen - auf Druck der Regierung des afrikanischen Landes.

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Flug TP202 vom vergangenen Dienstag (9. Dezember) war kein normaler Flug. An Bord des Airbus A320 saßen auch 38 Männer, 15 Frauen und 22 Kinder aus Syrien. TAP nahm sie nicht freiwillig mit. Der Innenminister von Guinea-Bissau persönlich hatte bei den Verantwortlichen der portugiesischen Fluglinie interveniert und den Transport der 74 syrischen Flüchtlinge mit gefälschten türkischen Pässen befohlen. Ansonsten werde das Flugzeug am Aeroporto Internacional Osvaldo Vieira in Bissau festgehalten.

Am Gate standen offenbar auch bewaffnete Soldaten, welche die Ausführung des Befehls überwachten, wie portugiesische Medien berichten. TAP gehorchte, stellte aber danach die Flüge nach Guinea-Bissau umgehend ein. Drei Mal die Woche flog sie bislang in die ehemalige Kolonie in Westafrika.

TAP erwartet Zusagen von Guinea-Bissau

Der Vorfall führte in der Folge zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Guinea-Bissau und Portugal, als Konsequenz trat der Außenminister des afrikanischen Staates zurück. Kurz danach äußerte er sich sehr kritisch zum Verhalten seiner Regierung. «Wir schicken Kokain in andere Länder. Nun schmuggeln wir Menschen», sagte Delfim da Silva laut dem TV-Sender RTP. Dazu stelle das Konsulat in Marokko stelle Syrern Visa ohne Kontrolle aus. Danach bekämen sie in Guinea-Bissau falsche türkische Pässe.

Tap plant nun die Flüge zwischen Lissabon und Bissau am Freitag wieder aufzunehmen. Das tue man aber nur, wenn es wirklich glasklare Zusagen der Behörden im Lande gebe, dass es nicht mehr zu solchen Zwischenfällen komme.

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